DRK beantwortet spezielle Fragen in der Erste-Hilfe-Schulung
Nasses Tuch im Nacken hilft gegen Nasenbluten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Von der Zecke gebissen, am Lagerfeuer verbrannt, zu viel Sonne abbekommen: Wer mit Kindergartenkindern im Wald unterwegs ist, braucht spezielles Erste-Hilfe-Wissen. Das hat das DRK acht Naturtrainern vermittelt.

Donnerstag, 01.08.2019, 03:00 Uhr
Fuß verstaucht: Die Naturtrainer Klaus Sagner aus Detmold und Elke Beckerwerth aus Versmold kühlen den Knöchel des »verletzten« Thilo Dobschall mit einer Kältesofortkompresse, die ins Notfallset für Outdoor-Aktivitäten gehört. Foto: Monika Schönfeld

Der Naturschutzbund (NABU) bildet ehrenamtliche Naturtrainer aus, die Kindergartenkindern die Umwelt erklären – vor allem im Wald. Das koordiniert Anika Telaar. »Die Ehrenamtlichen hatten den Wunsch, sicherer mit Verletzungen umgehen zu lernen, die vor allem draußen passieren können«, sagt sie.

Eine spannende Herausforderung, sagen Sarah Dop­heide und Thilo Dobschall, die beim DRK-Kreisverband Gütersloh für die Schulungen zur »Ersten Hilfe am Kind« zuständig sind. »Wir haben uns überlegt, was im Wald mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren alles passieren kann«, sagen Dopheide und Dobschall.

Packen das Notfallset: (von links) Sarah Dopheide, Thilo Dobschall (beide DRK), Anika Telaar und Michael Schoch (beide NABU).

Packen das Notfallset: (von links) Sarah Dopheide, Thilo Dobschall (beide DRK), Anika Telaar und Michael Schoch (beide NABU). Foto: Schönfeld

Hinter dem Teich der Stiftung Hof Brechmann haben die acht Teilnehmer die Gefahrenquellen identifiziert. »Wenn man die kennt, kann man die Kinder besser vorbereiten und Regeln aufstellen«, sagt Anika Telaar.

Gefahren lauern zum Beispiel an den Holzstapeln, die ins Rutschen geraten können, wenn man darauf herumklettert. Im Wald gibt es giftige Pflanzen, Insekten, auf deren Stich manche allergisch reagieren. Kinder holen sich einen Sonnenstich oder eine Schürfwunde. »Wer mit Kindern ein Projekt im Wald macht, muss nichts über Kinderkrankheiten wie Masern wissen«, sagt Thilo Dobschall.

Im Notfallset ist etwas mehr als im Erste-Hilfe-Kasten: eine Zeckenkarte, eine Pinzette, Kältesofortkompressen, die kalt werden, wenn man sie knetet, ein Kugelschreiber, um einen Insektenstich auf der Haut zu markieren oder das »Was, Wann und Wo« eines Unfalls zu notieren, ein Telefon, um Hilfe zu holen, und ein Beatmungstuch.

»Ein Erwachsener nimmt seine Umwelt ganz anders wahr. Er muss sich in ein Kind hineinversetzen, um zu sehen, was Kinder attraktiv finden und was dabei passieren kann«, sagt Sarah Dop­heide.

Nicht immer muss gleich der Notarzt kommen. Zum Beispiel bei Nasenbluten. Den Kopf des Kindes nach vorne zu halten und das Blut ablaufen zu lassen, dazu ein Kühlpack oder ein nasses Tuch in den Nacken legen, hilft bereits.

Wer spezielle Wünsche an die Erste Hilfe hat, weil er bestimmte Zielgruppen betreut, kann sich mit dem DRK-Kreisverband in Verbindung setzen. Die Mitarbeiter bieten Kurse für Führerscheinbewerber, Ersthelfer in Betrieben und Erste Hilfe am Kind an. Maßgeschneiderte Konzepte gibt es auch für den Umgang mit Menschen mit Handicap, für Pflegepersonal oder für Gesundheitstage in Firmen.

Infos bei der Servicestelle Erste Hilfe, Telefon 05241/98816, E-Mail erstehilfe@drk-guetersloh.de .

 

 

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