Unternehmer im Unruhestand: Manfred Oekenpöhler
Vom Immobilienkaufmann zum leidenschaftlichen Skipper

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Zuerst war er Maler, dann Immobilienkaufmann und jetzt ist Manfred Oekenpöhler leidenschaftlicher Skipper und rät den Menschen: »Man sollte sein Leben nicht träumen, man sollte seinen Traum leben.«

Freitag, 26.07.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 26.07.2019, 06:50 Uhr
Manchmal hat der Angler auch Erfolg.

Im Jahr 2004 wurde Oekenpöhler Rentner. Für ihn Anlass, sich einen Segelkatamaran zuzulegen. Damals habe seine Idee, das Boot zu finanzieren, die Bankleute in helle Aufregung versetzt. »Sie haben alle meine Immobilien in die Haftung genommen.« Selbst die meisten seiner Freunde und Bekannten hätten ihm damals »von dem Wahnsinn« abgeraten. »Heute weiß ich: »Es war eine der besten Investitionen meines Lebens. Gute Lebensqualität – das Beste für die Gesundheit«.

Miss Germany an Bord

Sehr gerne erinnert er sich an die »vielen interessanten Gäste«, die er an Bord seines Katamarans begrüßen durfte. Dabei mehrere Weltumsegler, die Miss Germany 2007 und ihre Mitbewerberinnen sowie andere Reiselustige.

Mehrfach hat Manfred Oekenpöhler im ägyptischen El Gouna, jeweils bis zu acht Tage, mit Beduinen in der »Weißen Wüste« nahe der libyschen Grenze gecampt. Schon oft ist er im Roten Meer mit frei lebenden Delfinen geschwommen, hat an Riffen schnorcheln und tauchen dürfen. Ganz besondere Erlebnisse, die er wohl »nie vergessen wird«.

Jedoch war der gebürtige Stukenbrocker nicht immer auf See. Bis Mitte der 80er-Jahre führte Oekenpöhler als gelernter Malermeister den elterlichen Handwerksbetrieb, den er 1974 von seinem Vater Willi übernommen hatte. Auf Grund der immer stärker werdenden rheumatischen Erkrankung konnte er seinen Beruf nicht weiter ausüben.

Umstellung nach einem Schlaganfall

Deshalb absolvierte Oekenpöhler in Hamburg eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann, gründete das Unternehmen Manfred Oekenpöhler Immobilien in Stukenbrock. »Schon wesentlich früher als geplant«, übergab er die Geschäftsleitung im Jahr 2000 nach einem Schlaganfall an seinen Sohn Simon, der zwischenzeitlich seine Ausbildung zum Immobilienfachwirt abgeschlossen hatte. »Eigentlich sollte Simon noch ein paar Jahre Erfahrungen in der Ferne sammeln, aber manchmal kommt es im Leben anders, als man denkt«, sagt Oekenpöhler, dessen Lebensmotto lautet: »Immer einmal mehr aufstehen, als man hinfällt«. »Aus heutiger Sicht betrachtet, passierte das alles mehr oder weniger zum passenden Zeitpunkt. Was mir damals wie der »Weltuntergang« vorkam, war wahrscheinlich das Beste, was mir im Leben passieren konnte.«

Seine Frau Annegret, das Paar hat die drei Kinder Oliver, Melanie und Simon, hat Manfred Oekenpöhler im Jahre 1966 geheiratet. In seiner Freizeit war der Familienvater, der seit seinem 7. Lebensjahr beim FCS Fußball spielte, dort auch einige Jahre als Fußball-Schiedsrichter tätig. Hier ist Oekenpöhler nicht nur einer der Mitbegründer der Tennisabteilung und war mehrere Jahre im Vorstand tätig, sondern ist bis heute passives Mitglied des FCS. »Sehr viel Spaß«, haben ihm und den anderen Kegelbrüdern des Kegelclubs »Die ruhigen Böcke« die Reisen, die immer etwas Besonderes waren, zum Beispiel nach Warschau, Moskau, Oslo und London bereitet.

Stolz auf EHG-Gründung

Ein wenig stolz zeigt sich Oekenpöhler auch über die Gründung der EHG Schloß Holte-Stukenbrock in den 70er-Jahren. »Das bedurfte in den Anfängen damals schon einer gehörigen Portion Überzeugungskraft, aber es hat sich gelohnt.«

Insgesamt 27 Mal, zwischen 1977 und 2004, war er am Toten Meer in Israel, um die Heilkräfte von Sonne und Mineralien für seine Gesundheit zu nutzen. Jedoch sei es »kein Urlaub«, sondern eine wirkliche »Rosskur« gewesen, bei weit über 40 Grad im Schatten, bis zu sieben Stunden am Tag, in der prallen Sonne zu schmoren und im heißen, stark mineral- und schwefelhaltigen Salzwasser zu baden, um Haut und Gelenke für einige Zeit beschwerdefrei zu bekommen. Als besonders bereichernd beschreibt Oekenpöhler die Gespräche mit Menschen aus aller Welt.

Zur Serie

Die Serie »Unternehmer im Unruhestand« beschäftigt sich mit Persönlichkeiten aus Schloß Holte-Stukenbrock. Der erste Teil, erschienen am 1. Juni, handelt von Heinrich Fromme . Der zweite Teil über Wolfgang Zindler ist am 15. Juni erschienen.

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