Duo Teutonia begeistert an den Heimathäusern die Besucher
Konzert unter freiem Himmel

Schloß Holte-Stukenbrock (mfo). »Der liebe Gott hat es mit dem Wetter heute aber sehr gut gemeint«, begrüßt Heribert Faupel am Sonntagnachmittag die Gäste zum inzwischen vierten Kaffeekonzert. Etwas »zu gut«, finden die meisten der etwa 40 Konzertbesucher.

Dienstag, 02.07.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 10:50 Uhr
Als Duo Teutonia bieten Ilse Tönsmann und Dietrich Wolfram am Sonntag an den Heimathäusern beim inzwischen vierten Kaffeekonzertes den Besuchern beste musikalische Unterhaltung und Zaubertricks. Foto: Manuela Fortmeier

Reichlich Sonnenschein, dazu verführerisch duftender Kaffee und selbst gebackener Kuchen in großer Auswahl. Gebacken von den Frauen des Heimat- und Verkehrsvereins. Idylle pur. Alles zusammen bildet am Nachmittag den perfekten Mix und ist »erste Sahne« wie ein Besucher es knapp, aber herzlich zusammen fasst.

Bekanntes und Beliebtes

Als Mundharmonika-Duo »Teutonia« präsentieren die Bielefelderin Ilse Tönsmann (87) und der Stukenbrocker Mundharmonika-Weltmeister Dietrich Wolfram den Besuchern beliebte und teils altbekannte Musikstücke und Volkslieder zum Mitsingen. Die Stücke »Aus Böhmen kommt die Musik«, die von Peter Alexander besungene »kleine Kneipe«, oder »Sag Dankeschön mit roten Rosen«, kommen dabei ebenso gut an, wie »Rote Rosen, rote Lippen«. Selbst beim Schneewalzer geizt das Publikum bei hochsommerlichen Temperaturen nicht mit Applaus. Und da macht auch Nils Hüwelhans keine Ausnahme. Das Label »Santiano« prangert auf seinem blauen T-Shirt. Obwohl er den Altersdurchschnitt der Besucher mit seinen gerade mal 20 Lenzen nach unten treibt, hat er, begleitet wird er von seiner Oma, Anne Voßhans, großes Interesse an diesem Konzert. »Ich habe mein Interesse am Mundharmonikaspielen beim Konzertbesuch der Band ›Santiano‹ entdeckt. Schnell sei der Wunsch aufgekommen, das Instrument selbst zu spielen, weil man es überall mit hinnehmen kann.» Dass es so schwierig ist, es richtig gut zu spielen, habe ich jetzt erst beim Üben festgestellt, sagt der junge Hövelhofer. Nur zu gerne gibt Dietrich Wolfram als erfahrener Musikant dem Anfänger in der Pause wichtige Tipps und Ratschläge.

Ilse hatte Lust

Vor zehn Jahren hat auch seine heutige Musikpartnerin Ilse Tönsmann bei ihm als Schülerin angefangen, um ihr Spiel zu perfektionieren. Da war sie 77 Jahre. »Ich habe ihr gesagt: Ilse, nur wenn du bereit bist, Noten zu lernen, können wir loslegen.« Und ob sie Lust hatte. »Sehr fleißig« sei sie gewesen und wie gut sie das Mundharmonikaspiel heute beherrscht, zeigt sie bei den dargebotenen Stücken. »Ilse hat das klasse gemeistert und, so wie ich, täglich mehrere Stunden geübt. Ich musiziere sehr gerne mit ihr.«

Während sich manche Gäste in der Remise in den Schatten zurückziehen, um der Musik zu lauschen, oder ins Heimathaus, um Kaffee und Kuchen zu genießen, nehmen andere auf den Bänken unter dem alten Baumbestand Platz. »Es ist wunderschön hier und wir kommen immer gerne«, sagen Hilde Offelnotto und Alois Kleinegräber.

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