FDP: Jupa-Antrag darf nicht in Symbolpolitik verpuffen
Konkretes fürs Klima

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Jugendparlament (Jupa)  hat einen Antrag zur »Ausrufung des Klimanotstandes in Schloß Holte-Stukenbrock« eingereicht, den SPD und Grüne unterstützen. Die FDP-Fraktion und reicht einen Alternativantrag ein.

Montag, 03.06.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 10:50 Uhr
Das Jugendparlament hat Ende Mai einen Antrag eingereicht, den Klimanotstand auszurufen. Die FDP will das konkretisieren.  Foto: Monika Schönfeld

»Zwar haben die Initiatoren damit Recht, dass zusätzliche Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden müssen. Wir begrüßen daher den Einsatz der jungen Menschen für unsere Stadt und Gesellschaft und nehmen diesen ernst«, sagt FDP-Fraktionschef Thorsten Baumgart. Kommunalpolitiker haben allerdings zusätzliche Verantwortungsbereiche, wie etwa gesellschaftliche, soziale und finanzielle Aspekte zu berücksichtigen. »Es muss weiterhin eine Abwägung mit Augenmaß möglich bleiben. Aus unserer Sicht ist der Antrag nicht konkret genug auf Maßnahmen heruntergebrochen, die wir in der Stadt lokal entwickeln können. Es besteht die Gefahr, dass der Antrag der Jugendlichen in einer Art reinen Symbolpolitik verpufft«, meint Baumgart.

Der Verantwortung bewusst

Verwaltung und Rat seien sich der Verantwortung für eine nachhaltige, ökologische Entwicklung bewusst. Das zeige die kontinuierliche Teilnahme am European Energy Award, die konsequenten Investitionen in Sanierungen städtischer Liegenschaften, die ökologische Ausrichtung der Stadtwerke mit 100 Prozent Ökostrom und 100 Prozent klimaneutralem Erdgas.

Weitere Schritte sind die Teilnahme am Stadtradeln, die angestrebte Aufnahme in den Arbeitskreis fahrradfreundlicher Städte (AGFS), die Erweiterung der Wapelaue und die verstärkte Anlage von Blühstreifen.

Projekte anstoßen

»Als Stadt können wir Anstrengungen unternehmen, die Menschen für Problemfelder zu sensibilisieren. In Beschlussvorlagen könnten künftig die Auswirkungen auf Umwelt und Klima aufgeführt werden. Das schafft Transparenz und eine erweiterte, strukturierte Entscheidungsgrundlage.« Baumgart schlägt außerdem vor, zu Umwelt-Workshops einzuladen, ein Fair-Trade-Picknick auszurichten und Baumpatenschaften anzubieten. »Die Stadtwerke als Wasserlieferant könnten die Frage der Ressourcenschonung in Bezug auf Wasser aufgreifen. Sie könnten einen Wettbewerb zum Trinkwassersparen ausloben.«

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