Giesela Hörster begrüßt aber CDU-Willen zu Ratsbürgerentscheid
Initiatoren sammeln weiter Unterschriften

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Initiatoren des Bürgerbegehrens von der Flüchtlingshilfe St. Johannes Baptist freuen sich, dass die CDU einen Ratsbürgerentscheid auf den Weg bringen will. Das sagt Giesela Hörster für die Flüchtlingshilfe.

Samstag, 01.06.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 01.06.2019, 11:00 Uhr
Christine Schütte-Ernst, Giesela Hörster und Alexandra Pesce (von links) haben das Bürgerbegehren auf den Weg gebracht. Sie sammeln weiter Unterschriften. Foto: Bernd Steinbacher

»Letztlich soll der Bürger entscheiden, wo das Übergangsheim, für geflüchtete Menschen stehen soll – in Liemke oder auf dem ehemaligen Campingplatz unter den Tannen. Der Weg des Ratsbürgerentscheides beschleunigt den weiteren Prozess und ist der direkte Weg an die Wahlurne. So wird die Zeit des Verfahrens verkürzt und der Bau kann schnell beginnen«, sagt Hörster. »Diese neue Entwicklung sehen wir als ersten klaren Erfolg unserer Anstrengungen. Wir danken allen, die uns bei unserem Begehren bisher unterstützt haben.«

Miteinander gesprochen

Zwischenzeitlich habe ein Gespräch zwischen dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Lars Pankoke, und Giesela Hörster stattgefunden. Argumente beider Seiten wurden diskutiert. Trotz unterschiedlicher Überzeugungen sei man sich näher gekommen. »Es wurde verabredet, dass wir in Zukunft viel mehr und frühzeitig miteinander reden. Denn nur das hilft den Menschen«, sagt Hörster.

Allerdings benötigt der Ratsbürgerentscheid die Zweidrittel-Mehrheit des Rates. Um alle Unsicherheiten auszuschließen, werde die Initiative der Flüchtlingshilfe weiter bei den Bürgern werben und Unterschriften sammeln, damit nötigenfalls die gesetzlichen Fristen eingehalten werden können. »Sobald der Ratsbeschluss feststeht, wird die Aktion gestoppt, denn dann ist erreicht, was die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollten, nämlich den Bürgerentscheid«, sagt Hörster.

Tägliche Wege

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens bleiben bei ihrer Ansicht, dass der Standort Campingplatz der bessere Standort für ein Übergangsheim für geflüchtete Menschen ist. »Die Menschen, die jetzt zu uns kommen, haben überwiegend bereits die Anerkennung und eine Wohnsitzauflage. Bis sie eine Wohnung und eine Arbeitsstelle gefunden haben, sollten sie möglichst zentral untergebracht sein, damit sie fußläufig alles erreichen können. Deswegen wünschen wir uns, dass die Übergangsunterkunft auf dem Campingplatz erstellt wird.« Die Menschen müssten täglich die Wege zum Sprachunterricht, zum Sozialamt, zum Kreisfamilienzentrum, zum Bahnhof, Fahrrad-Work-Shop, Caritas-Warenkorb, Kindergarten, Schulen und zum Einkaufen meistern.

»Uns geht es einzig und allein um die Menschen. Wir wollen die zu uns kommenden Flüchtlinge in unsere Mitte holen und ihnen zu einem guten Start in das neue Leben helfen. Gerade in den ersten Monaten nach ihrer Ankunft sind unendlich viele Behördengänge zu Ämtern und Schulen zu erledigen. Sobald sie eine Wohnung und Arbeit gefunden haben, werden die Familien das Heim verlassen«, sagt Giesela Hörster.

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