Zweites Stück des Bachs wird umgestaltet – hauptsächlich Erdarbeiten
Wapelaue erhält eine Düne

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Wapelaue ist bereits jetzt mehr als einen Besuch wert, doch es soll dort noch besser werden. Im zweiten Abschnitt zwischen St.-Michael-Straße und dem Fußweg von der Kirche zum Friedhof soll eine Düne aufgeschüttet und der Bachlauf umgestaltet werden.

Mittwoch, 08.05.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 11:00 Uhr
Die Wapelaue in Liemke ist ein Schmuckstück geworden und wird weiter naturnah gestaltet. Dazu tragen die Liemker Bürger selbst bei, wie im Vorjahr Maria Rieksneuwöhner und Verena Tillmann vom Förderverein der Michaelschule, Gerhard Blumenthal und Manfred Vorderbüggen von der Dorfwerkstatt Liemke sowie Jonas beim Baumpflanzen. Foto: Matthias Kleemann

Im Energie- und Umweltausschuss stellte am Montagabend Thomas Leifels vom Planungsbüro aus Geseke das Vorhaben vor. Demnach soll der Lauf der Wapel mit Kurven um 80 Meter verlängert und der Altarm abgebunden werden. Angelegt werden Kolke, das sind kleine mit Wasser gefüllte Vertiefungen, Aufweitungen und Steilwände, um auch Brutplätze für den Eisvogel zu schaffen.

Weg mit dem Beton

Laut Planungsunterlagen soll das Erdreich in dem Gebiet bis zu einen Meter abgetragen werden, um eine Sekundäraue mit dem neuen Bachverlauf zu schaffen. Vorteile einer Ersatzaue sind, dass sich die Überflutungssituation nicht verschlechtert und eine naturnahe Gewässerentwicklung in diesem bestimmten Gebiet möglich ist. Ein Großteil des Materials, etwa 940 Kubikmeter fallen an, wird zum Anlegen einer etwa 1,50 Meter hohen Düne verwendet. Der Zugang zur Düne und zum Gewässer soll über einen Weg und eine Steganlage erfolgen können. Dem Planer war auch wichtig, dass Befestigungen des Bachlaufs mit Beton und Steinen zurückgebaut werden. Die Kosten für die Umgestaltung gab er mit etwa 60.000 Euro an. Davon können 80 Prozent gefördert werden.

Nicht aufwendig

Das Grundstück befindet sich bereits im städtischen Besitz. Manfred Bonensteffen, Fachbereichsleiter für Tiefbau und Umwelt bei der Stadtverwaltung sagt, dass Haushaltmittel für dieses Jahr eingestellt sind und Gespräche mit der Bezirksregierung in Sachen Förderung liefen. Im Herbst könnte die Umsetzung erfolgen. »Das ist nicht so aufwendig.« Die Pläne seien auch mit den Liemker Dorfentwicklern abgesprochen worden. »Ich konnte Zustimmung und sogar leichte Begeisterung erkennen.«

Viel Lob gab es von der Politik. Axel Dingenotto (CDU) sprach von einer gelungenen Planung, ebenso Ludwig Rieke (Grüne).

Ziel der Umgestaltung der Wapelaue ist eine ökologische Aufwertung des gesamten Bereichs. Doch der Planer betonte, nicht nur Ziele des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Fischerei werden verwirklicht, sondern Erholungsmöglichkeiten und ein attraktives Wohnumfeld geschaffen.

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