Sozialkaufhaus La Mina hat Verkaufsfläche fast verdoppelt – Jeder kann dort einkaufen
Skurriles und alles zum Einrichten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nachschub kommt über Spenden, und die beiden Leiterinnen des La Mina, Angela Quelle und Maria Schröder, nehmen auch skurrile Dinge an. Verkaufbar müssen sie sein.

Dienstag, 07.05.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 11:20 Uhr
Mehr Platz für Betten und Tische: Das Sozialkaufhaus La Mina ist erweitert worden. Darauf weisen Jürgen Delker und Angelika Grahl, ASH-Geschäftsführung, und die beiden Leiterinnen des Kaufhauses, Angela Quelle und Maria Schröder, (von links), hin. Foto: Bernd Steinbacher

Die Spenden reichen von Bekleidung über Hausrat, Bücher und Dekosachen bis hin zu Möbel. Dabei war schon mal ein Bett, an dem noch Handschellen aus Metall befestigt waren. »Die wurden abgesägt, das Bett verkauft«, erzählen die beiden. Fast täglich gehen Sachspenden ein. Durchschnittlich 100 Kunden pro Tag besuchen das Kaufhaus. Viele sind Stammkunden.

Für den kleinen Geldbeutel

Das Sozialkaufhaus La Mina an der Alten Spellerstraße 30 ist eine beliebte Adresse für Kunden mit kleinem Geldbeutel und für überzeugte Schnäppchenjäger. In diesem Frühjahr ist die Verkaufsfläche von 800 auf etwa 1500 Quadratmeter erweitert worden. »Wir haben das Sozialkaufhaus aufgepeppt, es übersichtlicher gestaltet. Wir sind jetzt auch bei Facebook«, sagt Angelika Grahl von der ASH-Geschäftsführung. Die ASH (Arbeitslosenselbsthilfe) Gütersloh betreibt das La Mina, außerdem je ein Sozialkaufhaus in Gütersloh und in Steinhagen.

Die ASH ist seit 2017 eine gemeinnützige GmbH, deren 100-prozentiger Träger der Verein Arbeitslosenselbsthilfe Gütersloh ist. Der Verein wurde 1985 gegründet, um Berufsorientierung, Beratung, Qualifizierung und Beschäftigung für Arbeitslose anbieten zu können. Die ASH ist zertifizierter Bildungsträger und Dienstleister für die Agentur für Arbeit und das Jobcenter des Kreises Gütersloh. So haben in der Immobilie an der Alten Spellerstraße bis zu 50 Arbeitslose Beschäftigung gefunden. Die meisten haben sich mit dem Recycling von Elektrogeräten befasst und Fernsehgeräte zerlegt. »Das rechnet sich mit Flachbildschirmen nicht mehr. Außerdem gibt es kaum noch Langzeitarbeitslose in Schloß Holte-Stukenbrock. Wir wollten aber den Standort weiter nutzen und haben uns für die Erweiterung des Sozialkaufhauses entschieden«, sagt Angelika Grahl. In diesem Jahr sollen noch zusätzliche 300 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen.

Nachhaltig

»Die Kunden wollen sehen, was sie kaufen. Zum Beispiel müssen Betten aufgebaut sein«, sagt Jürgen Delker, ebenfalls von der Geschäftsführung. »Jeder kann hier einkaufen. Es ist ein öffentliches Gebrauchtkaufhaus«, betont er. Wichtig sei der Gedanke der Nachhaltigkeit. Dinge, die bedenkenlos weitergegeben werden könnten, werden als Spende angenommen. Das schone letztlich Ressourcen.

»Wir holen Möbel kostengünstig ab«, sagt Maria Schröder. Diese werden gesichtet, bei Bedarf Kleinigkeiten repariert. Die Bekleidung wird sortiert und gewaschen. 90 Prozent der Möbel werden verkauft, bei Textilien sind es etwa zwei Drittel. Bekleidung, die sich nicht verkaufen lässt, geht zur Verwertung nach Bethel.

Infos über das Angebot von La Mina gibt es auch unter Telefon 05207/9577972.

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