Frank Roebers und Eva Schüttler vermitteln Klassikwissen und sammeln Geld für guten Zweck »Wunderbar und geistreich«

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/kl). Mit dem Projekt »Klassik für Einsteiger« sind der Synaxon-Vorstandsvorsitzende Frank Roebers und die Pianistin Eva Schüttler seit 2017 in der Hauptsache durch Norddeutschland getourt und haben rund 15.000 Euro eingenommen, die an vier Hilfsorganisationen weitergeleitet wurden: Das Jugendwerk Rietberg, Hand in Hand for Children, Herzkinder Ostfriesland und Rural Change Makers in Indien.

Mit ihrem Programm »Der Mond scheint meist in cis-moll« sind Frank Roebers und Eva Schüttler bereits elf Mal aufgetreten und haben 15.000 Euro gesammelt.
Mit ihrem Programm »Der Mond scheint meist in cis-moll« sind Frank Roebers und Eva Schüttler bereits elf Mal aufgetreten und haben 15.000 Euro gesammelt. Foto: Matthias Kleemann

Elf Mal sind die beiden mit der Veranstaltung »Der Mond scheint meist in cis-moll« aufgetreten und haben fast nur Lob eingeheimst. »Wir bitten jeden Zuschauer per E-Mail um eine Rückmeldung und haben bei einer Rücklaufquote von rund 50 Prozent die Durchschnittsnote 1,1 erhalten«, sagt Roebers. Das Publikum sei begeistert. »Wunderbar und geistreich«, »reines Vergnügen«, »toll«, »genial«, so lautet das Urteil, das man auch im Internet nachlesen kann. Auch öffentliches Lob gab es: Roebers und Schüttler sind mit dem OWL-Kulturpreis ausgezeichnet worden.

Roebers und Schüttler kennen sich, weil er bei ihr Klavierunterricht genommen hat. »Irgendwann kam er mit der Idee für die Vortragsabende. Ich war erst skeptisch, habe mich aber überzeugen lassen«, erzählt Eva Schüttler.

Die beiden sind stolz darauf, dass es ihnen gelingt, auch notorische Musikmuffel zu bekehren. Der lockere Stil, in dem Roebers in die Welt der Klassik einführt, Schüttlers facettenreiches Klavierspiel kommen an. »Man versteht die Musik besser, wenn einem Hintergrundwissen vermittelt wird, und das machen wir«, sagt Roebers. Besonders freut es ihn, dass selbst Klassikkenner zugeben, noch etwas gelernt zu haben. Wichtig sei es auch, die Fassade des auf Außenstehende teils überheblich wirkenden Musikbetriebes aufzubrechen und humorvoll zu beleuchten.

Schüttler und Roebers arbeiten überwiegend mit unbekannten Stücken, zum Beispiel dem »Musikalischen Opfer« von Johann Sebastian Bach, ein sperriges Werk, das sich jedoch dank der Erläuterungen dem Hörer erschließt und ihn am Ende begeistert.

Das gilt auch für die Wagner-Musik. Der zweite Teil des Abends ist dem »Ring des Nibelungen« gewidmet. Wer Wagner als schwierig, überfrachtet und anstrengend empfindet, werde vom Gegenteil überzeugt. »Die Leute sind fasziniert, wie toll diese Musik ist«, sagt Eva Schüttler.

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