Komiker-Duo Emmi und Willnowsky begeistert im Rahmen der Glanzlichter-Reihe
Gegenseitige Abneigung sorgt für Lachtränen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Sie zanken und zetern, aber am Ende haben sie sich doch wieder lieb – irgendwie. »Wenn du gehst, wohin dann mit meinen Aggressionen?« Das Komiker-Duo Emmi und Willnowsky hat am Samstagabend im Rahmen der Glanzlichter-Veranstaltungsreihe in der Aula des Gymnasiums gastiert und das Publikum mit derbem Humor dazu gebracht, Tränen zu lachen.

Montag, 08.04.2019, 12:00 Uhr

Glanzlichter-Organisatorin Anja Martin freut sich über 250 Zuschauer, die vom ins Alter gekommenen Ehepaar begeistert sind. Emmi, gespielt von Christoph Dompke, und Willnowsky, der von Christian Willner verkörpert wird, werfen sich frivole Sprüche an den Kopf. »Verhalte dich deinem Alter entsprechend«, lautet eine Aufforderung. »Wie?« – »Stirb!« Dies ist nur ein Beispiel der grob-humorvollen Stänkereien des russischen Schwerenöters und seiner konservativen Gattin, die während des etwa zweistündigen Auftritts mit zwei Outfitwechseln glänzt und in schillernden, langen Kleidern sogar das Tanzbein schwingt.

Umgedichtete Musiktexte bleiben lange im Ohr

Die beiden Komödianten geben auch zahlreiche herzhafte Anekdoten zum Besten. Als Emmi ihre Mutter fragt, was sie in der Hochzeitsnacht anziehen soll, antwortet diese: »Am besten die Beine.« Die ehemalige Opernsängerin habe lange nicht gemerkt, dass ihr Mann Alkoholiker sei – »bis er einmal nüchtern war«.

Willnowsky berichtet von einem vermeintlichen Freudschen Versprecher seinerseits. Aus »Kannst du mir die Butter ‘rüberreichen?« sei doch glatt »Du Sau hast mein Leben ruiniert« geworden – garniert mit einem charmanten russischen Akzent. Umgetextete Ohrwürmer runden das Kabarett-Programm ab: Auf die Melodie von Max Giesingers Hit heißt es: »Warum musste es gerade der sein? Einer von 80 Millionen...« Und auch ein Medley der besten Grand-Prix-Songs (»Plunder gibt es immer wieder«) bleibt dem Publikum noch lange im Ohr.

Die Besucher bekommen ebenfalls ihr Fett weg

Aber Emmi und Willnowsky nehmen nicht nur den Partner gehörig auf’s Korn – auch vor der Fußball-Nationalelf und politischen Parteien machen die beiden nicht Halt. Nicht zuletzt bekommen die Besucher – inklusive der Vertreter der Presse – ihr Fett weg. Musikwissenschaftler und Germanist Dompke schafft es, sich während der Show alle Namen zu merken. Als Emmi und Willnowski beziehen sie Peter, Anita, Michael, Heinz, Jennifer, Dirk, Wolfgang, Guido, Andrea und Emanuel aus dem Publikum in ihre Erzählungen mit ein. So wird die Liebesgeschichte von Elektriker Dirk und seiner Gattin Jennifer zu einer detaillierten Schilderung einer »legendären« Flatulenz mit einem überraschenden Ende, die das Publikum vor Schadenfreude johlen lässt.

So auch Gerhard Ilsen, der sich in Emmis und Willnowskys Partnerschaft durchaus wiederfindet – seine Frau Gudrun kann das mit einem Augenzwinkern bestätigen. »Wir haben ständig gelacht, es war total lustig und kurzweilig. Wir sind noch nie bei einem Glanzlicht enttäuscht worden. Toll, dass die Stadt so etwas macht«, lobt Gudrun Ilsen. Auch Heinz und Michael – während des Kabaretts noch »Opfer« von anzüglichen Witzen – sind begeistert. »Wir kennen die beiden seit zehn Jahren und haben sie schon in Bünde, Detmold und Hamburg gesehen. Das neue Programm ist sehr gut«, bestätigen sie.

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