Rathausfoyer wird für 140.000 Euro umgestaltet
Heller und einladender

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Rathaus muss sich als Servicestelle für den Bürger verstehen und deshalb auch ein freundliches Ambiente bieten. Das soll jetzt mit der Umgestaltung des Empfangs im Foyer geschehen.

Freitag, 05.04.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 06:50 Uhr
Die Mitarbeiterin an der Rathaus-Info, Klaudia Brockbals-Lichtenauer (rechts, mit Sandra Langer), muss sich über einen Tisch hinauslehnen, um Kunden etwas zu erklären. Das ist für die Mitarbeiter schwierig, auf Bürger wirkt das verschlossen. Foto: Monika Schönfeld

Der Entwurf, den Oliver Stüwe und Janine Ostermann vom Architekturbüro Stüwe in Bielefeld vorgestellt haben, überzeugte alle Mitglieder des Wirtschafts-, Marketing- und Stadtentwicklungsausschusses. Manchen geht der Plan noch nicht weit genug, sie möchten das ganze Foyer aufräumen und freundlicher gestalten. Das allerdings ist nicht für 140.000 Euro zu haben. Das kosten allein der Tresen und die Umgestaltung des Entrees. Zunächst soll aber der Arbeitsplatz neu gestaltet werden. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr: »Die Mitarbeiter warten darauf.«

»Wir machen Tabula rasa, fangen an aufzuräumen«, sagt Oliver Stüwe. Der Empfang im Rathaus vermittle zurzeit Distanz und Verschluss statt Offenheit. Das sehen die Mitarbeiter auch so. Er sei oft angesprochen worden: »Wenn Sie schon mal da sind...«

Wand gegen Tresen tauschen

Bisher sitzt eine Mitarbeiterin hinter einem Glasfenster, das von ihrer Seite auch noch mit einem Schreibtisch verstellt ist. Die Wand wird abgerissen. »Wir tauschen die Wand gegen einen Tresen aus«, sagt Stüwe. Der Tresen in Weiß bringt etwas Helligkeit in den Raum mit der dunklen Holztäfelung. Mit einer Glasschiebetür kann der Raum verschlossen werden. Innerhalb des Büros wird einiges verändert, in der Mitte des Raums sorgt eine Trennwand dafür, dass gelagerte Flyer und anderes nicht sichtbar im »Backstage-Bereich« verschwindet. Im bisherigen Empfang sind Brandmeldezentrale und Telekom-Kabel in Schränken untergebracht. Die sollen dezent verkleidet werden.

Der Tresen wird zwei Höhen haben für Stehende und für Kunden im Rollstuhl. »Der Mitarbeiter kann mit einem iPad am Tresen arbeiten oder wir installieren einen abschaltbaren Computer«, sagt Stüwe.

Foyer könnte noch mehr vertragen

Matthias Altemeier (Bündnis 90/Die Grünen) sagt, ihm falle seit Jahren auf, dass das Foyer des Rathauses schwerfällig, erschlagend und statisch wirke. »Zurzeit sieht das nicht gerade freundlich aus. Das Rathausfoyer sollte eigentlich ein Aushängeschild sein.« Oliver Stüwe schätzt, dass weitere »Aufräumarbeiten«, der Austausch der Sitzmöbel, das Ordnen der Fotobox, abgehängte Decken und ein modernes Schreibpult für die Kunden insgesamt noch mal 190.000 Euro mehr kosten würden. Das ist allerdings geschätzt. »Wenn man die Decken öffnet, kommen oft Dinge zu Tage...«

Udo Richter (Grüne) wollte ein Konzept für das komplette Foyer noch mal in die Fraktionen verweisen lassen, Jürgen Gärtner (CDU) fand das aber eine 1a-Lösung. Der Bürgermeister bestätigte, dass der Tresen auch in ein erweitertes Konzept passe, jetzt aber vordringlich sei. Die Mitarbeiter seien schon zu lange vertröstet worden.

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