88 Prozent halten sich auf der Falkenstraße nicht an Tempo 30
Autofahrer geben Gas

Schloß Holte-Stukenbrock (ms). Bevor bauliche Maßnahmen die Falkenstraße für den Schwerlastverkehr unattraktiv machen, will die Stadt abwarten, welche Auswirkungen die Ampel haben wird, die dieses Jahr an der Einmündung der Oerlinghauser Straße installiert wird. Unabhängig davon will die Stadtverwaltung aber schon mal vorstellen, was alles machbar ist, um unerwünschten Verkehr auszusperren und Tempo 30 auch tatsächlich durchzusetzen. Das hat der Ordnungsausschuss einstimmig auf Antrag der Grünen und der SPD beschlossen.

Freitag, 05.04.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 10:50 Uhr
Tempo 30 wird oft missachtet. Foto: Monika Schönfeld

Pascal Lideck, in der Stadtverwaltung zuständig für Verkehrsangelegenheiten, stellte die Ergebnisse der Verkehrzählung am Hellweg, an der Dopheide und an der Falkenstraße vor. Am Hellweg wurden täglich 4063 Fahrzeuge gemessen, in der Spitzenzeit zwischen 15 und 18 Uhr 300 bis 400 pro Stunde. 5,8 Prozent der Fahrzeuge sind Lastwagen. 41 Prozent aller Autos waren schneller als 53 Stundenkilometer, nur zwei Prozent fahren schneller als 71.

Die Dopheide wird täglich von 2474 Fahrzeugen genutzt, in der Spitzenzeit sind es zwischen 200 und 250 Autos. Hier ist Tempo 30, 73 Prozent fahren schneller, 4 Prozent schneller als 51 Stundenkilometer. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 37. Die Unfalllage sei unauffällig. Lideck sagt, hier könnten Geschwindigkeitsdisplays aufgestellt und Kontrollen durchgeführt werden.

Die Falkenstraße wird von 3628 Autos täglich befahren. An dieser Straße wird häufig schneller als 30 Stundenkilometer gefahren. 88 Prozent sind schneller, 10,8 Prozent schneller als 51 Stundenkilometer. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei Tempo 40. Dennoch gebe es hier nicht überdurchschnittlich viele Unfälle. Es gab einen Unfall mit einem Fahrradfahrer, keinen mit Fußgängern, keinen Unfall im Bereich der Schule. Weil aber hier dermaßen häufig zu schnell gefahren wird, soll hier häufig kontrolliert werden. Baulich könnten Einengungen helfen. Dafür will Lideck mit der Verwaltung Pläne vorstellen. Er weist aber darauf hin, dass die Anlieger zur Kasse gebeten werden, wenn größere bauliche Maßnahmen anstehen.

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