Erzbistum Paderborn wird ehrenamtliche Flüchtlingshilfe weiter unterstützen
»Mama Gieselas« Arbeit gewürdigt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Sie können sich darauf verlassen, dass wir Ihre ehrenamtlich Arbeit und die humanitäre Hilfe weiter unterstützen.« Die Zusage kommt von einem aus der oberen Ebene der katholischen Kirche. Von Hezni Barjosef, Koordinator für Flüchtlingsfragen im Erzbistum Paderborn. Und sie gilt der Flüchtlingshilfe St. Johannes Baptist und damit »Mama« Giesela Hörster.

Mittwoch, 06.03.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 11:00 Uhr
Hezni Barjosef (rechts), Koordinator für Flüchtlingsfragen im Erzbistum Paderborn, und Pfarrer Karl-Josef Auris danken Giesela Hörster und sichern ihr weitere Unterstützung zu. Foto: Udo Richter

Barjosef war nach Schloß Holte-Stukenbrock gekommen, um sich über die Arbeit der Flüchtlingshilfe zu informieren. »Wir haben in Paderborn die Arbeit vor Ort wahrgenommen – wir schätzen und würdigen sie«, sagte er. Grüße brachte er vom Prälat Thomas Dornseifer und Domkapitular Dr. Thomas Witt, die zum Vergabeausschuss des Erzbistums gehören. Viele Flüchtlingsprojekte in Schloß Holte-Stukenbrock haben sie in den vergangenen Jahren unterstützt, weiß Pfarrer Karl-Josef Auris, Leiter des pastoralen Raums am Ölbach.

»Ich führe Tagebuch – und wenn ich mal nicht mehr so mobil bin und zur Ruhe komme, mache ich daraus vielleicht ein Buch.«

Giesela Hörster

Während des Treffens in den Schulungsräumen der Flüchtlingshilfe sprach Hezni Barjosef mit freiwilligen Helfern und beteiligten Mitarbeitern des Caritasverbandes. »Das Ehrenamt gilt es zu stärken«, waren sich die Diskussions-Teilnehmer einig. Pfarrer Auris: »Ohne Frau Hörster und die ehrenamtlichen Helfer, wäre die Situation der Flüchtlinge in dieser Stadt anders und bestimmt nicht besser.«

Die vielfältigen Aufgaben der Flüchtlingshilfe skizzierte derweil Giesela Hörster: »Die Menschen, die zu uns kommen, sind zu 90 Prozent lernwillig, wollen wissen, wie Deutschland funktioniert, wollen unsere Sprache lernen. Unser schönster Lohn ist das Lachen in den Gesichtern der Kinder, die sich wieder geborgen und aufgenommen fühlen.« Vielleicht kann man auch bald nachlesen, was bewegt und was Hilfe bedeutet. Giesela Hörster: »Ich führe Tagebuch – und wenn ich mal nicht mehr so mobil bin und zur Ruhe komme, mache ich daraus vielleicht ein Buch.« Wer diese Frau kennt, weiß, dass Ruhe eigentlich in ihrem Wortschatz nicht vorkommt.

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