Am 14. Juni 2020 feiert die Bindestrich-Gemeinde ihren 50.
Zum Jubiläum frühstücken die Bürger auf der Straße

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Im Jahr 2020 soll gefeiert werden. Dann wird Schloß Holte-Stukenbrock 50 Jahre alt. 1970 wurden die damaligen Dörfer Liemke, Schloß Holte, Sende, Stukenbrock und Stukenbrock-Senne zur Bindestrich-Gemeinde vereinigt. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass Stadtführer, Kulturvereine und Ortsgemeinschaften das Thema aufgreifen. Von städtischer Seite sind zwei Veranstaltungen geplant – und, wie Bürgermeister Hubert Erichlandwehr im Stadtentwicklungsausschuss andeutete, »zwei Veranstaltungen, über die wir öffentlich noch nicht sprechen können«.

Dienstag, 05.03.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 10:50 Uhr
Im Ortsschild stehen die fünf Stadtteile jeweils oben, gefolgt vom Stadtnamen mit Bindestrich. Foto: Matthias Kleemann

Geplant ist ein Neujahrsempfang der Stadt am 5. Januar 2020 in der Aula am Gymnasium. Ob Ministerpräsident Armin Laschet dabei sein wird, steht noch nicht fest. Stadtmarketingbeauftragte Imke Heidotting sagte, dass die Staatskanzlei die Termine des Ministerpräsidenten erst im vierten Quartal festlegt. Der Neujahrsempfang soll für Gäste aus Politik, Wirtschaft und Ehrenamt sein.

Stadtbrunch und Neujahrsempfang

Zweite Veranstaltung zum Jubiläum ist ein so genannter Stadtbrunch am 14. Juni 2020. Die Holter Straße wird dann zwischen Rathauskreisel und der Kreuzung am Hallenbad gesperrt. Auf der Straße werden Tische aufgebaut, die von Familien, Freundeskreisen, Parteien oder Einzelpersonen für einen mitgebrachten Brunch gebucht werden können. Brötchenkörbe und Kaffeekannen werden kostenpflichtig hinzugestellt. Getränke und zwei warme Speisen gibt es auch vor Ort. Im Bürgerpark soll ein Zirkuszelt aufgebaut werden, wo ein Kinderprogramm gezeigt wird. Am Vorabend könnte eine Party und eine Mitmach-Zirkusvorstellung gegeben werden. Walkacts und eine Kartbahn seien vorstellbar.

Bruno Schmidt (SPD) findet das Jubiläumsprogramm »nicht so prickelnd«. Der Neujahrsempfang sei nur für geladene Gäste, es gebe nichts aus der Geschichte oder dem Archiv. »Das ist nicht bürgernah. Ich könnte mir ein Theaterstück vorstellen wie in Minden-Lübbecke. Die haben da gezeigt, wie das damals hoch herging.« Jürgen Schnatmann, sachkundiger Bürger für die CSB, findet die Kosten von 15.000 Euro für einen Stadtbrunch zu hoch, Matthias Altemeier (Grüne) den Krach einer Kartbahn für unangemessen. Lars Pankoke (CDU) findet das Programm gut. »Vereine können die Öfen der Holter Hütte ausstellen. Damit ist die Stadtverwaltung überfordert.«

Ein Kommentar von Monika Schönfeld

Man muss Bruno Schmidt von der SPD Recht geben: So wirklich toll klingt das Programm zum Jubiläum nicht. Einen Brunch auf der Straße machen anderen Städte auch, ein Neujahrsempfang ist nicht gerade eine außerordentlich kreative Idee. Entweder sind die beiden Veranstaltungen, über die noch niemand reden darf, der absolute Hammer, oder Schloß Holte-Stukenbrock bleibt seinem Image treu. Immer schön bescheiden bleiben und bloß keine Experimente.

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