Projekt im Kindergarten Edith Stein auf den Spuren des Genies Geforscht wie Leonardo da Vinci

Schloß Holte-Stukenbrock(WB). Er war ein Multitalent. Und das hat er mit den 76 Kindern aus der Kita Edith Stein gemeinsam. Wie Leonardo da Vinci haben sie geforscht und gearbeitet – als Maler, Techniker, Baumeister, Statiker und Anatom.

Von Monika Schönfeld
Mit Bildern der Mona Lisa, Flugobjekten und Gehirnen aus Knetgummi haben sich die Kinder in der Edith-Stein-Kita auf die Spuren von Leonardo da Vinci begeben, wie hier (von links) Arwen, Judith, Ida, Norezi, Nele, Nerezina und Nakeno.
Mit Bildern der Mona Lisa, Flugobjekten und Gehirnen aus Knetgummi haben sich die Kinder in der Edith-Stein-Kita auf die Spuren von Leonardo da Vinci begeben, wie hier (von links) Arwen, Judith, Ida, Norezi, Nele, Nerezina und Nakeno. Foto: Monika Schönfeld

Die Kinder haben ihre Werke am Freitag ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern präsentiert. Wie bei einer richtigen Vernissage wurden Getränke und Häppchen gereicht.

Die Kinder haben sich in der Fastenzeit dem großen Forscher angenähert. Die Leiterin des Kindergartens, Anette Moriba, und die Erzieherinnen Elisabeth Dresselhaus, Izla Preuß und Angelika Regenberg haben mit ihrer Begeisterung die Kinder mitgerissen. »Für die Bildung ist die Fastenzeit die beste Zeit. Es ist ruhig, die neuen Kinder, die nach den Sommerferien gekommen sind, haben sich eingewöhnt, Karneval ist vorbei und Ostern war noch nicht. Draußen ist es noch kalt. Früher wurde zu Ostern eingeschult. Das hatte schon seinen Grund«, sagt Anette Moriba. Die Kinder seien sehr aufnahmefähig gewesen und haben konzentriert mitgearbeitet.

Jedem seine eigene Mona Lisa

Leonardo da Vinci – da fällt einem sofort die Mona Lisa ein. »Hast du früher auch so ausgesehen«, fragte ein Kind seine Erzieherin. Die Kinder haben ihre eigene Mona Lisa gemalt. In einer Gemeinschaftsarbeit ist auch »Das letzte Abendmahl« entstanden. »Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich das Bild sehe«, sagt Anette Moriba.

Der Künstler war aber auch Baumeister und Statiker. Die Kinder haben herausgefunden, wie man mit Kartons eine Kirche mit Turm und Dach baut, die auch hält. Mit Pappröhren haben sie das Gebäude gestützt. Das funktioniert auch mit Bauklötzen.

Immer wieder erstaunlich sind die Flugzeuge, die Leonardo da Vinci als Modell gebaut hat – nicht immer selbst erfunden, aber dann weiterentwickelt. Modelle aus Pappe mit Plastiklöffeln und nicht mehr identifizierbaren Teilen baumeln im Ausstellungsraum von der Decke.

Wer kennt nicht den vitruvianischen Menschen? Mit ausgestreckten Armen ist der Mensch genauso breit wie hoch. Und der Bauchnabel ist immer in der Mitte. Die Kinder haben das genau gemessen. Aus Papptellern haben sie Skelette zusammengestellt. Und lernten, dass Babys mehr Knochen haben als Erwachsene. Einige sind nämlich noch nicht zu einem Knochen zusammengefügt, damit zum Beispiel das Gehirn noch wachsen kann.

Gehirn als Knetgummiversion

Das Gehirn aller Kinder liegt in der Knetgummiversion zur Besichtigung in der Ausstellung. Wie es arbeitet und welche Sinnesorgane der Mensch hat, haben die Kinder am eigenen Leib erfahren.

An Leinen hängen die Fallschirme mit den Playmobilmännchen. »Wir haben sie von der Leiter geworfen, sie funktionieren tatsächlich«, sagt Elisabeth Dresselhaus. Auch den Roboter, den Leonardo vor 500 Jahren aus einer Rüstung gebaut hat, haben die Kinder mit einer Marionette imitiert.

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