Stefan Ortega und Henri Weigelt mit ihrem Präsidenten bei den Almsennern Auf Arminia!

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Von 75 Besuchern haben ein Dutzend das aktuelle Arminia-Trikot, 32 waren nicht beim letzten Heimspiel, 14 besitzen Arminia-Bettwäsche und 17 haben Stehplatz-Dauerkarten. Der DSC Arminia Bielefeld ist ihr Verein. Soweit, dass sich einer der Mitglieder des Fanclubs Almsenner das Logo als Tattoo stechen lässt, geht die Liebe aber nicht.

Von Monika Schönfeld
Torwart Stefan Ortega, Henri Weigelt und der Präsident des DSC Arminia Bielefeld, Hans-Jürgen Laufer (vorn von links), mit den Almsennern (von links) Frank Schulz, Marco Meusel, Udo Erichsmeier, Peter Hasenbein, »Kitty« Nowag, Axel Otto und Holger Gebauer.
Torwart Stefan Ortega, Henri Weigelt und der Präsident des DSC Arminia Bielefeld, Hans-Jürgen Laufer (vorn von links), mit den Almsennern (von links) Frank Schulz, Marco Meusel, Udo Erichsmeier, Peter Hasenbein, »Kitty« Nowag, Axel Otto und Holger Gebauer. Foto: Monika Schönfeld

Für Selfies und Fotos mit Fans standen die Arminen geduldig zur Verfügung – hier mit Luca und Celine mit Maskottchen Lohmann. Foto: Monika Schönfeld

Seit 2013 ist Schloß Holte-Stukenbrock Partnerstadt des Fußballclubs. Geschlossen wurde die Partnerschaft beim Schützenfest in Stukenbrock-Senne, denn hier ist die Heimat des größten Fanclubs, der Almsenner mit 180 Mitgliedern. »Manche Fangemeinschaften mögen größer sein, mit fester Mitgliedsstruktur sind wir aber wohl die größten«, sagt Holger Gebauer.

Arminen-Präsident Hans-Jürgen Laufer wurde begleitet von Torwart Stefan Ortega Moreno (25) und Abwehrspieler Henri Weigelt (20). Sie standen den Fans Rede und Antwort, haben Geschick, Wissen und Reaktionsschnelligkeit mit den Fans Christian, Pascal, Andreas, Jenny und Jolina gemessen.

Eine »Spitzenlaune« hatte Hans-Jürgen Laufer. »Als Präsident muss man sich immer etwas herauswagen. Ich habe zu Saisonbeginn gesagt, wir landen auf einem einstelligen Tabellenplatz. Das sollte keinen Druck machen, sondern eine Herausforderung sein.« Das hat geklappt.

Erfinder Alexander Brock (links) und Markus Landmann (2. von rechts) überreichten Stefan Ortega und Henri Weigelt einen Bob, den Bottle-Buddy in Arminia-Farben. Foto: Monika Schönfeld

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Ein Verein hat immer Baustellen.

DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer

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Fans fragten nach der finanziellen Situation. »Der Verein hat sich die ganze Zeit verhoben. Das Sanierungskonzept 2010 ist gescheitert, 2013/14 waren wir nah dran. Dann kam die Bomben-Pokalsensation mit dem sensationellen Halbfinale. Jetzt oder nie, dachte ich.« Nach dem Notruf habe sich das Bündnis OWL gebildet. »Wir wollten seit Jahrzehnten, dass sich die Wirtschaft beteiligt.« Der Stadionverkauf werde das letzte Glied des Konzepts sein. »Mit dem Erlös wird die Restschuld getilgt, dann sind wir bis auf die Steuerschuld bei der Stadt Bielefeld schuldenfrei.« Die Option sei, das Stadion wieder in die Arminia-Gruppe zu holen. Und dann? Auf die Frage eines Fans sagte Laufer, dass es schwierig sei, mit einen Fußballverein Gewinn zu machen. »Ein Verein hat immer Baustellen. Wir müssen Miete zahlen fürs Stadion, am Trainingsgelände dringend etwas tun, die Deutsche Fußball Liga fordert Fanbeauftragte, die wir einstellen. Wir müssen investieren. In Spieler, denn unser Ziel ist es, in die erste Liga aufzusteigen.«

Fotos und Autogramme

Arminia auf Achse – so sucht der Verein Kontakt zu den Fans. »Wir können gemeinsam ein Bier trinken und Spaß haben. Wenn du nach dem Spiel auf den Siggi gehst, wird diskutiert. Ich finde das toll, ich will hören, wo wir uns verbessern können.«

Stefan Ortega plauderte von den Risiken, den eine Rückholaktion birgt. »Es wird niemals so sein, wie es damals war. Aber sollen die Leute doch denken, was sie wollen.« Henri Weigelt hat zum dritten Mal in der Startelf gespielt. »Die Nervosität nimmt ab, die Vorfreude zu.« Beide stellten sich für Spiele und Fotos mit den Fans zur Verfügung.

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