13 Osterfeuer locken Besucher an und lassen Brauchtum und Geselligkeit aufleben Flammen schlagen meterhoch

Schloß Holte-Stukenbrock (WB)). »Der April macht, was er will«, heißt eine alte Bauernregel. Wettertechnisch traf diese am Osterwochenende voll ins Schwarze. Dennoch hatten alle Jungschützen, Vereine und Gruppen in allen fünf Kirchengemeinden reichlich Glück und konnten ihre Osterfeuer bei zwar kühlen Temperaturen, aber trockenem Wetter abbrennen.

Von Manuela Fortmeier
Sebastian, Pia, Alessa und Markus Hoffmann freuen sich über das in diesem Jahr besonders große, traditionelle Osterfeuer der Liemker Jungschützen am Schlingweg, an dem sich viele Besucher getroffen haben.
Sebastian, Pia, Alessa und Markus Hoffmann freuen sich über das in diesem Jahr besonders große, traditionelle Osterfeuer der Liemker Jungschützen am Schlingweg, an dem sich viele Besucher getroffen haben. Foto: Manuela Fortmeier

St.-Johannes-Jungschützen

Der kleine Benedikt kann es kaum erwarten, dass das große Osterfeuer der St.-Johannes-Jungschützen entzündet wird. Sogar seinen Mittagsschlaf hat der Zweijährige vor Aufregung ausfallen lassen. Am Sonntagabend wurde er nicht enttäuscht. Kurz nachdem Vikar Christian Albert das Feuer gesegnet, König Andreas Laudage und Bierkönigin Ramona Wecker das Feuer entzündet hatten, wich binnen weniger Sekunden die Kälte, und die Besucher konnten sich in gebührendem Abstand

aufwärmen.

Mit einem kleinen Kinderkarussell, einer Hüpfburg, Stockbrotbacken, einer Aufführung der St.-Johannes-Fahnenschwenker, Leckereien vom Grill und kühlen Getränken wurde die in diesem Jahr 30 Jahre bestehende Tradition des Osterfeuers der Jungschützen zu einem beliebten Treffpunkt für zahlreiche Besucher auf der Wiese am Pferdekamp in Stukenbrock.

Etwas familiärer und kleiner geht es beim Osterfeuer des Landwirtschaftlichen Ortsverbands und der Treckerfreunde auf der Wiese am Kampweg zu: Ein Anhänger, auf dem die Getränke stehen, ein Grill, auf dem Mike Altmeier Würstchen grillt. Mehr braucht es nicht, damit sich die kleinen und großen Besucher sichtlich wohl fühlen und das gesellige Miteinander genießen. »Wir haben immer reichlich Spaß bei unseren Treffen, aber wir sind auch im Alltag füreinander da, wenn einer den anderen braucht«, sagt Annika und stößt mit Patrizia und Jasmin auf die gute Nachbarschaft an.

Jungschützen St. Achatius

Für ein flammendes Schauspiel und die Pflege des beliebten Brauchtums mit dem Entzünden des Osterfeuers sorgten am Sonntagabend die Jungschützen St. Achatius am Hubertusweg. Mit Flatterbändern weit genug von möglichen Gefahren abgesichert, erfreuten sich daran zahlreiche Besucher aus der Nachbarschaft, Freude, Bekannte, aber auch Jungschützen aus anderen Schützenvereinen der Stadt, die der Einladung gerne gefolgt waren.

St.-Michael-Jungschützen Liemke

Eigentlich wird die Feuerwehr immer dann gerufen, wenn es brennt. In Liemke beim Osterfeuer der St.-Michael-Jungschützen war das anders. Am Samstag kam ein Löschfahrzeug des Löschzugs Stukenbrock schon vor dem offiziellen Entzünden des Feuers. Es sollte den Kindern Unterhaltung bieten und über die Arbeit der Feuerwehr informieren.

Als Königin Nadine Kruse und Jungschützenkönigin Helena Erich­landwehr darauf das Feuer entzündeten, qualmte es zunächst gewaltig, und die Flammen des Feuers schlugen meterhoch. Auch hier hatten die Jungschützen noch Material vom Sturm Frederike gefunden, das sie zwei Tage zuvor eingesammelt hatten.

SWJC Hövelriege

Beim SJC Hövelriege flammte das Osterfeuer an der Hövelrieger Straße bereits am Karsamstag-Abend knisternd auf. Zuerst mit der Forke, später mit einem kleinen Traktor, kam Hubert Renneke hier reichlich ins Schwitzen, um das Feuer zu beaufsichtigen. »Sicherheit muss sein«, zeigte sich Renneke verantwortungsbewusst und vorbildlich. Mit einer riesigen Ostereiersuche, zu der die Organisatoren des Vereins eigens eine eigene Geschichte geschrieben hatten, die dann in die Tat umgesetzt wurde, hatte der Verein die Osterfesttage gebührend eingeläutet und den Kindern eine große Freude beschert.

Stukenbrocker Karnevalsverein

Fast zeitgleich und nur gut einen Kilometer weiter, an der Langen Straße, hatte der Karnevalsverein ebenfalls am Karsamstag zum Osterfeuer, zu dem auch immer die Nachbarschaft willkommen ist, eingeladen. Hatten die Organisatoren hier überwiegend ausrangierte Tannenbäume aufgestapelt, brannte das Feuer am frühen Abend lichterloh und bot den Besuchern in der Dunkelheit ein schönes Schauspiel.

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