Puppentheater in der Sporthalle der Michaelschule Mondlaterne leuchtet für die OGS

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Ein junger Mann hat seinen Hausschlüssel verloren und wird von seiner Vermieterin nicht mehr ins Haus gelassen. Er hat nämlich seit einem Vierteljahr seine Miete nicht mehr bezahlt. Der Ärmste ist arbeitslos und weiß nicht, wo er das Geld hernehmen soll.

Von Matthias Kleemann
Cordula Zederbohm und Andreas Grape präsentieren zwei Handpuppen, die Sänger, die gleich zu Beginn des Stück auftreten, zwischen den Kindern.
Cordula Zederbohm und Andreas Grape präsentieren zwei Handpuppen, die Sänger, die gleich zu Beginn des Stück auftreten, zwischen den Kindern. Foto: Matthias Kleemann

Klingt aktuell, ist aber eine Geschichte aus den 1940er-Jahren. Ludwig Schuster, ein Schulmeister aus Bayern (so nannte man damals die Schulleiter), hat diese Geschichte als Puppenstück geschrieben.

Die Kinder der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Michaelschule haben dieses Puppenstück in einer Inszenierung der Teutoburger Puppenbühne Bielefeld gesehen. Bernd Kühnel, Andreas Grape und Cordula Zederbohm waren in die Turnhalle der Michaelschule gekommen und hatten ihre mobile Bühne aufgebaut.

»Die Mondlaterne« heißt das Stück, und der Held heißt Fridolin. Aber während junge Arbeitslose heutzutage auf Hartz IV angewiesen sind, hat er mehr Glück: Der Mond, der alle 100 Jahre auf die Erde kommt, um einem Menschen etwas Gutes zu tun, kommt vorbei und schenkt ihm eine Laterne. Mit der verhält es sich wie mit Aladins Wunderlampe. Wenn man sie mit einem Spruch zum Leuchten bringt, erfüllt sie einem einen Wunsch. Insgesamt aber nur drei. Und natürlich ruft der Besitz Neider auf den Plan, die die Lampe haben wollen.

Die Aufführung war als Jahresabschluss des Offenen Ganztags gedacht, jedes Kind bekam danach noch ein kleines Weihnachtsgeschenk.

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