Wildlife-Fotograf Thorsten Milse führt Kinder durch die Ausstellung Die Robbe friert nicht im kalten Wasser

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Am Nordpol leben die Eisbären, am Südpol die Pinguine. Sie begegnen sich nie. Das haben die Kinder der Mond- und Sonnengruppe des St.-Elisabeth-Kindergartens beim Besuch der Ausstellung von Thorsten Milse im Hotel Westhoff erfahren.

Von Monika Schönfeld
Die Kinder der Mond- und Sonnengruppe des Kindergartens St. Elisabeth haben die Ausstellung »Polarwelten« mit Bildern von Thorsten Milse (Mitte hinten) im Hotel Westhoff besucht. Er schenkte ihnen Postkarten mit seinen Fotos.
Die Kinder der Mond- und Sonnengruppe des Kindergartens St. Elisabeth haben die Ausstellung »Polarwelten« mit Bildern von Thorsten Milse (Mitte hinten) im Hotel Westhoff besucht. Er schenkte ihnen Postkarten mit seinen Fotos. Foto: Monika Schönfeld

Würden sich Eisbär und Pinguine begegnen, wäre das schlecht für die Pinguine. Die Eisbären sind nämlich die größten Raubtiere der Erde. »Wenn sich ein Eisbär-Männchen auf die Hinterbeine stellt, kann er mit den Vorderpfoten die decke hier berühren«, erklärt der Wildlife-Fotograf. Dass ein Eisbär fast soviel wiegt wie ein kleines Auto, hat die Kinder sichtlich überrascht.

Pinguine haben keine Angst

Vor jedem Bild hat Thorsten Milse erklärt, was darauf zu sehen ist und wie er das Bild gemacht hat. Vor der kleinen Robbe, die ihn mit großen Kulleraugen anguckt, lag er keinen halben Meter entfernt auf dem Bauch und hat sie fotografiert.

Er zeigte den Kindern den Speck der Robbe. »Sie friert deshalb nie im kalten Wasser.« Nach einer Fischmahlzeit sei die Robbe müde und schlafe zwei bis drei Tage, bevor sie wieder auf Jagd geht.

Es gibt 17 verschiedene Pinguin-Arten, berichtete Milse. Der Dickschnabel-Pinguin gräbt zum Beispiel an Land ein Loch und legt die Eier hinein. Diese Art kann 200 Meter tief tauchen. Das ist allerdings gar nichts gegen die größte Art, den Kaiserpinguin. Der ist der einzige, der im Eis brütet. Und der kann 500 Meter tief tauchen. Pinguine sind ganz neugierig und haben überhaupt keine Angst vor dem Fotografen.

Eispanzer ist Süßwasserspeicher

Ein erstaunliches Tier ist auch der Albatros. Der hat eine Flügel-Spannweite von drei Metern. Er fliegt oder segelt die ganze Zeit. »Er kommt nur zum Brüten an Land«, sagt Milse.

Die Kinder lernten, dass der Eispanzer bei Grönland ein Süßwasserspeicher ist, dass in der Antarktis die Sonne nicht untergeht und die Berge nachts um 2 Uhr in goldenes Licht taucht.

Begleitet wurden die Kinder von ihren Erzieherinnen Ellen Böckmann, Jessica Melzig, Inna Potapov, Manuela Brock und Margret Schmidt. Das Hotel Westhoff hat den Kindern einen warmen Punsch spendiert.

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 17. Dezember, im Hotel Westhoff zu sehen.

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