Polarwelten: 35 großformatige Bilder von Thorsten Milse im Hotel Westhoff Von Eisbären und Pinguinen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms). 35 großformatige Fotografien aus Arktis und Antarktis haben am Donnerstag mehr als 80 Besucher ins Hotel Westhoff gelockt. Wildlife-Fotograf Thorsten Milse stellt Bilder von Eisbären, Seehunden und Pinguinen in einer atemberaubenden Landschaft aus.

Wildlife-Fotograf Thorsten Milse (links) erklärt dem Geschäftsführer des Hotels Westhoff, André Bisplinghoff, wie er die schlafende Robbe fotografiert hat.
Wildlife-Fotograf Thorsten Milse (links) erklärt dem Geschäftsführer des Hotels Westhoff, André Bisplinghoff, wie er die schlafende Robbe fotografiert hat. Foto: Monika Schönfeld

Die Fotografien waren bereits zu Gast in Einkaufsmeilen in Moskau und Hamburg, wurden bei der Internationalen Funkausstellung in Berlin von Canon präsentiert. Das Bild der Eisbären-Mutter mit zwei Jungen ist von der BBC als »Wildlife-Foto of the Year« in der Kategorie Säugetiere geadelt worden. Thorsten Milse wollte dieses Mal nicht weltweit agierende Naturschutz-Organisationen, sondern den Naturschutz vor Ort fördern. In der Spendenbox sammelte er für die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne. Peter Rüther war selbst Gast der Ausstellung und von den Motiven aus den Polarwelten der Arktis und der Antarktis beeindruckt. Beeindruckendes, so Thorsten Milse, gebe es auch in Schloß Holte-Stukenbrock. An den Emsquellen in der Moosheide hat die Biologische Station das Beweidungsprojekt für die Senner Pferde ins Leben gerufen. Damit wird die Rasse unterstützt, die zu den gefährdeten Arten gehört.

Stellvertretender Bürgermeister Hans Schäfer sagte, dass Schloß Holte-Stukenbrock verwöhnt sei, weil viele herausragende Fotografen hier am Werk seien. »Dies hier übertrifft aber alles, was ich bisher gesehen habe«, sagte Schäfer. Vor allem freut er sich, dass Milse mit dieser Ausstellung Kinder für den Artenschutz begeistern will.

Milse erzählte von seinen Reisen auf russischen Eisbrechern in die entlegenen Ecken der Welt, zeigte seine Jacke, die mit den Daunen kanadischer Gänse gefüllt ist, und berichtete, wie sich in der Kälte die Gesichtshaut abschält.

Zu den Ehrengästen zählte Markus Radday, der für den World Wildlife Fund Deutschland arbeitet. Milse und Radday waren gemeinsam in der westlichen Mongolei, um die Wanderung der Schneeleoparden zu dokumentieren und mit den Nomaden Vereinbarungen zu treffen, deren Tiere der Schneeleopard reißt.

Die Ausstellung ist bis zum 17. Dezember im Hotel Westhoff zu sehen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.