Erster Bauabschnitt erledigt – Stadtwerke Bielefeld mit Ablauf der Arbeiten zufrieden Die neuen Pumpen laufen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Hauptpumpwerk am Mittweg ist das Herzstück der Wasserversorgung für Schloß Holte-Stukenbrock und Bielefeld. Bei laufendem Betrieb wird es saniert, und nun ist der erste und wichtigste Bauabschnitt fertiggestellt.

Von Bernd Steinbacher
Auf die Sicherheit wird bei der Trinkwasserversorgung großer Wert gelegt. Trotz aller modernen Technik: Falls diese versagt, kann Olaf Kulaczewski, Leiter Wassergewinnung der Stadtwerke Bielefeld, mit der Handkurbel absperren.
Auf die Sicherheit wird bei der Trinkwasserversorgung großer Wert gelegt. Trotz aller modernen Technik: Falls diese versagt, kann Olaf Kulaczewski, Leiter Wassergewinnung der Stadtwerke Bielefeld, mit der Handkurbel absperren. Foto: Bernd Steinbacher

»Die neuen Pumpen im neuen Gebäude laufen«, sagte gestern Olaf Kulaczewski, Leiter Wassergewinnung der Stadtwerke Bielefeld, während der Besichtigung der Baustelle. »Das Hauptpumpwerk ist so wichtig für die Wasserversorgung, dass bei laufendem Betrieb umgebaut werden musste.« Das sei schon eine Herausforderung gewesen.

Das Hauptpumpwerk, das die Stadtwerke Bielefeld seit 1956 betreiben, versorgt Bielefeld, Schloß Holte-Stukenbrock, Oerlinghausen, Augustdorf und Leopoldshöhe mit Trinkwasser. Das Wasser kommt aus acht umliegenden Wasserwerken. Die Brunnen liegen auf dem Gebiet des Truppenübungsplatzes und des Furlbachtals. Etwa zwei Drittel des Bielefelder Wasserbedarfs in Höhe von etwa 14 bis 15 Millionen Kubikmeter werden über dieses Pumpwerk zur Verfügung gestellt, und Schloß Holte-Stukenbrock erhält seinem Bedarf von etwa einer Million Kubikmeter Wasser.

Unterirdisches Pumpwerk

Für die neuen Pumpen, die die Versorgungssicherheit erhöhen, wurde ein unterirdisches Pumpwerk auf einer Grundfläche von 15 mal 9 Meter errichtet, wie in der Ausgabe vom 14. Februar 2017 berichtet. In einer Tiefe von fünf Metern stehen vier neue, energieeffiziente, regelbare Pumpen. Sie stehen etwa 1,80 Meter tiefer als die alten Pumpen. Das erleichtert das Pumpen des Wassers, das aus den beiden je 2000 Kubikmeter großen Speichern kommt, und spart somit ebenfalls Energie. Das Pumpwerk ist mit einer Lüftungs- und Kühlungsanlage ausgestattet, damit die Raumlufttemperaturen nicht zu hoch werden.

»Es ist ein wesentlicher Meilenstein erreicht, und wir liegen voll im Kosten- und Zeitplan«, erklärte Kulaczewski. Er sei mit dem Bauablauf und dem Baustand zufrieden.

Auch wenn die neuen Pumpen laufen, auf der Baustelle ist bis Jahresende noch einiges zu tun. Zwei der vier alten Pumpen werden nicht mehr benötigt und entfernt, die zwei anderen bleiben in den Betrieb eingebunden, werden allerdings an neue Rohrleitungen angebunden. Das Hauptpumpwerk besteht nun aus zwei voneinander getrennten Gebäudeteilen. Ein Vorteil im Fall einer Havarie. »Das dient letztlich auch der Sicherheit der Versorgung mit Trinkwasser«, betont Martin Hobl, Geschäftsführer des Planungsbüros GUV in Minden.

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