Drehorgelspieler aus ganz Deutschland treten zum 23. Mal im Zoo Safaripark auf Wenn aus Wind schöne Töne werden

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Drehorgelspieler sprechen von Wind, der mit Hilfe des Blasebalgs erzeugt wird. So sorgt der Wind für die stimmungsvolle Musik im Zoo Safaripark. An diesem Wochenende waren 35 Drehorgelspieler zu Gast und unterhielten die Besucher.

Von Bernd Steinbacher
De Eckpoahl-Band aus Harsewinkel-Greffen sorgt am Wochenende für Stimmung im Zoo Safaripark. Zur Unterstützung der Drehorgeln gibt es die selbst gebauten Teufelsgeigen und die zweckentfremdete Mülltonne.
De Eckpoahl-Band aus Harsewinkel-Greffen sorgt am Wochenende für Stimmung im Zoo Safaripark. Zur Unterstützung der Drehorgeln gibt es die selbst gebauten Teufelsgeigen und die zweckentfremdete Mülltonne. Foto: Bernd Steinbacher

Bereits zum 23. Mal hat Ferdi Bischoff das Treffen der Drehorgelspieler organisiert. Er kommt gern in den Zoo Safaripark und hat wieder sein ganzes Orchester, das Drehorgel-Orchester-Duisburg, mitgebracht. In der Nähe des Affenzuges haben sich die Musiker aufgestellt und spielen. Manch Zuhörer nutzt die aufgestellten Liegestühle, um sich auszuruhen und zuzuhören. »Es ist hier richtig schön geworden«, lobt Bischoff die gestaltete Anlage. »Die 25 will ich noch vollmachen. Dann können wir silbernes und der Safaripark goldenes Jubiläum feiern«, meint der 70-jährige, der gern aufzählt, wo sein Orchester in jüngster Zeit aufgetreten ist. Der nächste Auftritt ist in Bad Orb, doch erst mal sorgt sein Orchester hier für Stimmung.

Oma-Opa-Enkel-Wochenende

Die Drehorgelspieler, die sich im Zoo Safaripark versammelt haben, kommen aus ganz Deutschland, zum Beispiel aus Kiel, aus Schongau in Oberbayern, aus Naumburg und Aachen. Alle verbindet die Liebe zur Musik und eben zur Drehorgel. Die Eckpoahl-Band aus Harsewinkel-Greffen setzt zudem auf selbst gebaute Teufelsgeigen, um Stimmung zu machen. Vorsichtshalber haben sich die Musiker einem Platz unterm Dach gesucht, doch das Wetter hält aus, und am Sonntag war es richtig gut.

»Ein paar Besucher mehr könnten es sein«, sagt am Samstag Didi Lehnert, der mit seiner Frau Marianne aus Oer-Erkenschwick angereist ist. »Wir sind schon häufiger hier gewesen. Wir gehören zum Inventar«, sagt Didi Lehnert. Seit etwa 30 Jahren widme er sich dem Hobby Drehorgel.

Passend zum Oma-Opa-Enkel-Wochenende, das der Safaripark extra beworben hatte, haben die Drehorgelspieler Gudrun und Wolfgang Funke aus Naumburg ihre Enkelin Alina mitgebracht. Die Neunjährige dreht fleißig, als er die Amboss-Polka zum Besten gibt. Sein roter Amboss neben der Lochband-Drehorgel zieht schon einige Blicke auf sich, doch ein regelrechter Magnet ist eine Karussellorgel. »Das ist ein ganz besonderer Eigenbau«, sagt Ferdi Bischoff. »Die müssen sie unbedingt sehen.«

Eigenbau ist Blickfang

Über so viel Aufmerksamkeit freut sich natürlich Erbauer Josef Lechner, der mit seiner Frau Gisela aus Schongau in Oberbayern angereist ist. Etwa eineinhalb Jahre hat der gelernte Feinmechaniker daran gebaut, nur die Pfeifen und Figuren zugekauft. »Schon voriges Jahr haben die Besucher hier geschaut, diesmal wieder. Die Karussellorgel kommt immer gut an.«

Die Besucher freuen sich, und Parkchef Fritz Wurms ist mit der guten Stimmung im Zoo Safaripark zufrieden. Ein Experiment war dabei das »Oma-Opa-Enkel-Wochenende«. Besucher ab 60 Jahre und deren Enkelkinder (4 bis 14 Jahre), die mitkommen, zahlten einen ermäßigten Eintritt. »Am Samstag haben knapp 200, am Sonntag knapp 250 Besucher dieses neue Angebot genutzt«, sagt Wurms.

Insgesamt spricht er von einem gelungenen Wochenende im »grünen Bereich«. Am Samstag seien etwa 1700 Besucher in den Zoo Safaripark gekommen. »Der Sonntag mit stabilerer Wetterlage war mit etwa 2500 Gästen sehr gut besucht«, betont der Parkchef. Mit Ferdi Bischoff habe er bereits das nächste Drehorgel-Festival im Safaripark vereinbart, für das nächste Jahr und wie immer das Wochenende Ende Juli.

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