Dorfentwickler feiern Einweihung des neuen Naherholungsgebiets am 2. Juli Füße baumeln im Wasser der Wapel

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Dorfwerkstatt Liemke wird das neue Naherholungsgebiet, die umgestaltete Wapelaue zwischen Kirche, Schule und Friedhof, am Sonntag, 2. Juli, um 14 Uhr zeitgleich zum Familientag der St.-Michael-Jungschützen einweihen. Das hat Manfred Vorderbrüggen bekannt gegeben.

Von Monika Schönfeld
Einst zugewucherter Fischteich und undurchdringlicher Dschungel, jetzt ein kleines Naherholungsgebiet: Nach fünf Jahren Planung kann das Dorfentwicklungsteam Liemke am 2. Juli die neu gestaltete Wapelaue mit Wassertretbecken einweihen.
Einst zugewucherter Fischteich und undurchdringlicher Dschungel, jetzt ein kleines Naherholungsgebiet: Nach fünf Jahren Planung kann das Dorfentwicklungsteam Liemke am 2. Juli die neu gestaltete Wapelaue mit Wassertretbecken einweihen. Foto: Monika Schönfeld

Die Idee, eine Fußwegeverbindung zwischen St.-Joseph-Kirche, Pfarrheim, Michaelschule und Friedhof als kleinen Park zu gestalten, ist so alt wie die Dorfwerkstatt, die sich aus der ersten Teilnahme am Dorfwettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« im Jahr 2011 gebildet hat.

Planung läuft seit fünf Jahren

Im September 2014 präsentierten sie mit dem Planer Halke Lorenzen den Plan zur Gestaltung. 100 000 Euro, sagte Halke Lorenzen, werde die Umgestaltung kosten. Die Hälfte stammt aus Mitteln für ländliche Entwicklung, die Stadt müsste sich mit 50 000 Euro beteiligen. Allerdings haben die Dorfentwickler über Spenden und Eigenleistung das Ihre zum Gelingen beigetragen.

Der Fischteich, 40 bis 50 Meter lang, war zugewuchert, wurde freigelegt und wird als Feuchtgebiet erhalten, das verlandet. An einer Seite ist ein Becken aufgestaut worden, das sich vom Wasser der Wapel speist. 40 Zentimeter Wassertiefe hat das Becken, das über eine Treppe erreichbar ist. Bis auf diese Treppe und die Seilhängebrücke ist das Gebiet barrierefrei, mit Kinderwagen und Rollator mühelos erlebbar.

Förderrichtlinien umgestellt

Dass es dann doch noch knapp zwei Jahre gedauert hat, bis die Fördermittel genehmigt worden sind, ist auf die Umstellung der Förderbedingungen zurückzuführen. Mitte Juni 2016 hat Günter Heidemann von der Bezirksregierung die Bewilligungsurkunde für das erste »Dorfinnenentwicklungskonzept« überhaupt überreicht.

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Es wird Zeit, dass es los geht. Die Leute im Ort verlieren sonst die Geduld.

Manfred Vorderbrüggen

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Mit dem ursprünglich ins Auge gefassten Baubeginn im Sommer 2016 wurde es aber nichts, erst mussten die Ausschreibungen laufen, die wasserrechtliche Genehmigung eingeholt werden. »Es wird Zeit, dass es los geht. Die Leute im Ort verlieren sonst die Geduld«, sagte Manfred Vorderbrüggen im Oktober 2016 vor Politikern.

Erst Ende November rollte der erste Bagger an – nach fünf Jahren Planung. Die Arbeiten auf dem 3500 Quadratmeter großen Gelände sind jetzt nahezu abgeschlossen. Der geplante Pavillon am Kneipp’schen Wassertretbecken fehlt aber noch.

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