St. Johannes Stukenbrock: Seniorenmessdiener sucht Unterstützung Allein in der Frühmesse

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Ich bin überzeugter Christ und möchte meine Beziehung zu Gott vertiefen«, sagt Herbert Markmeier. Gleich in drei Gemeinden ist er als Seniorenmessdiener tätig.

Von Bernd Steinbacher
Bitte eintreten: Herbert Markmeier ist bisher einziger Seniorenmessdiener in der Gemeinde St. Johannes Baptist Stukenbrock. Er hofft auf weitere Männer, die ihn unterstützen und den Dienst am Altar übernehmen.
Bitte eintreten: Herbert Markmeier ist bisher einziger Seniorenmessdiener in der Gemeinde St. Johannes Baptist Stukenbrock. Er hofft auf weitere Männer, die ihn unterstützen und den Dienst am Altar übernehmen. Foto: Bernd Steinbacher

Doch während es in St. Heinrich Sende und in Hövelhof mehrere Seniorenmessdiener gibt, hat er in St. Johannes Stukenbrock dieses Amt allein inne. »Ich würde mich freuen, wenn Gemeindemitglieder sich bereit erklären, ebenfalls Seniorenmessdiener zu werden«, hofft der 67-Jährige auf Unterstützung. Denn in der Frühmesse am Freitag sei er der einzige Messdiener, ebenso häufig bei Begräbnissen.

Ein Anliegen des Pfarrers

Im Internet ist er auf die Seniorenmessdiener in St. Johannes Nepomuk Hövelhof aufmerksam geworden, versieht dort seit etwa zwei Jahren seinen Dienst. Es war ein Anliegen des ehemaligen Pfarrers Josef Heller, dass bei jeder Messfeier auch Messdiener anwesend sein sollen. Nach Angaben des Pastoralverbundes Hövelhof versehen mittlerweile zwischen acht und zehn Männer diesen Dienst bei Jubiläen, Beerdigungen und bei Messen an Werktagen.

Helfer in den Messen

In Sende ist Herbert Markmeier seit einem Jahr als Helfer in den Messen tätig. Mit Pfarrer Karl-Josef Auris und Vikar Christian Albert hatte er darüber gesprochen, weil er eine Seniorenmessdienergruppe auch in Stukenbrock gründen wollte. Nach deren Zustimmung fing er zu dienen an. »Sowohl während der Messe als auch bei Beisetzungen wäre ein zweiter Messdiener, der dem Priester zur Seite steht, hilfreich«, sagt Markmeier. Zu einer würdevollen Beisetzung gehörten aus seiner Sicht wenigstens zwei Messdiener – zum Tragen des Kreuzes und des Weihwassers.

Es ist ihm eine Ehre, dienen zu dürfen

Damit das vielleicht künftig auch in Stukenbrock möglich ist, hat er bereits im Pfarrbrief ein bisschen Werbung für sein Anliegen gemacht. Doch bisher hat sich niemand gemeldet.

Der ehemalige Fuhrparkleiter kommt aus Stukenbrock, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seit seinem Ruhestand widmet er sich verstärkt der Gemeindearbeit, war Kommunionhelfer und eben Messdiener. Die Familie akzeptiert und unterstützt die Ausübung seines Amtes. Er selbst war bereits als Kind Messdiener. »Es ist mir eine Ehre, am Altar dienen zu dürfen.«

Die Seniorenmessdiener füllen eine Lücke, da während der Woche immer weniger Kinder Zeit haben, als Messdiener zu dienen. Wer als Seniorenmessdiener tätig sein möchte, kann sich im Pfarrbüro St. Johannes Baptist, Telefon 3366, melden.

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