Volkshochschule Verl-Harsewinkel-Schloß Holte-Stukenbrock erneut zertifiziert Qualität ist die Norm

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Volkshochschule Verl-Harsewinkel-Schloß Holte-Stukenbrock erfüllt die aktuellen Qualitätsstandards. Bestätigt worden ist das jetzt durch die erneute Zertifizierung der Weiterbildungsinstitution.

Von Matthias Kleemann
Zufrieden mit der erneuten Zertifizierung: VHS-Leiter Josef Lieneke, Qualitätsbeauftragte Annegret Weber, Verwaltungsleiterin Birgit Rotzsch und Verbandsvorsteher Hubert Erichlandwehr.
Zufrieden mit der erneuten Zertifizierung: VHS-Leiter Josef Lieneke, Qualitätsbeauftragte Annegret Weber, Verwaltungsleiterin Birgit Rotzsch und Verbandsvorsteher Hubert Erichlandwehr. Foto: Matthias Kleemann

Es galt, die überarbeitete Norm zu erfüllen, die DIN EN ISO 9001:2015. Ein externes Institut, die Certqua (Gesellschaft der Deutschen Wirtschaft zur Förderung und Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen in der beruflichen Bildung mbH), hat das überprüft und eine Urkunde ausgestellt, die Teilnehmer und Besucher in Augenschein nehmen können, wenn sie ins Büro an der Schulstraße kommen.

Bereits im Jahr 2008 wurde die VHS zertifiziert, ohne Zertifizierung gibt es nämlich keine Fördergelder vom Land, immerhin ein Betrag von 212 000 Euro. Jährlich fanden so genannte Audits statt, während derer geschaut wird, ob die Standards eingehalten werden, nach sechs Jahren wurde nun ein etwas größerer Aufwand betrieben, weil auch die Norm erneuert wurde.

Effizienz ist gefragt

Es geht um Prozesse, also beispielsweise Arbeitsabläufe. Effizienz ist gefragt, einerseits. Doch man müsse aufpassen, dass dabei nicht übermäßiger Zeitdruck und Arbeitsverdichtung entstehen, sagt VHS-Leiter Josef Lieneke. Er zitiert eine Studie österreichischer Wissenschaftler, wonach Struktur und Sicherheit deutlich mehr entlastende Wirkung haben als das Stärken individueller Fähigkeiten der Mitarbeiter.

In der VHS-Verwaltung an der Kirchstraße haben Birgit Rotzsch als Verwaltungsleiterin und Annegret Weber als Qualitätsbeauftragte die meiste Arbeit mit der Rezertifizierung gehabt. Jeder Arbeitsablauf kam noch einmal auf den Prüfstand. Neu sei ein Wissens-Management, sagt Lieneke. Das beinhaltet zum Beispiel Regeln, wonach sichergestellt wird, dass auf die Kenntnisse eines Mitarbeiters auch dann zurückgegriffen werden kann, wenn dieser mal ausfällt, durch Krankheit oder Urlaub.

Außerdem soll durch ein Chancen- und Risiko-Management einen besseren Umgang mit unvorhergesehenen Ereignissen garantieren. Der Zertifizierungsprozess füllt einen kompletten Aktenordner, das »Handbuch«. Darüber hinaus enthält er zahlreiche Dokumente, die auf den Computern der VHS gespeichert sind.

Mitarbeiterzahl ist gestiegen

Die Abnahme erfolgte an zwei Tagen im März durch eine Mitarbeiterin der Certqua. »Es hat sich gelohnt«, meint Josef Lieneke. Immerhin wirtschafte die VHS seit neun Jahren mit einer unveränderten Verbandsumlage in Höhe von 308 000 Euro, und das bei gestiegenem Mitarbeiterstand (14 Mitarbeiter) und gestiegenem Kursvolumen.

Letzteres ist unter anderem auf die gestiegene Zahl der Integrationskurse zurückzuführen. Um diesen Bereich abzudecken, wurde sogar eine neue pädagogische Mitarbeiterin eingestellt. Natürlich gibt es für die Integrationsarbeit entsprechende Fördergelder von Land und Bund. In diesem Zusammenhang hat die VHS sich einer weiteren Prüfung unterzogen, der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung), die Prüfung fand ebenfalls im März statt.

Auch Verbandsvorsteher Hubert Erichlandwehr begrüßt die erneute Zertifizierung der VHS. Effizienz und Verlässlichkeit seien aus politischer Sicht wichtig, sagt er.

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