CDU-Frauen-Unionsvorsitzende tauft fast schwarzen Frauenschuh Benannt nach Alois und Anne

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Schwarz steht als politische Farbe für die CDU. Fast schwarz ist die Neuzüchtung aus der Orchideengärtnerei Röllke. Den Frauenschuh hat die CDU-Frauen-Unions-Vorsitzende Annegret Jürgenliemke am Freitag auf den Namen »Senne Aloisanne« getauft.

Von Monika Schönfeld
»Senne Aloisanne« heißt der fast schwarze Frauenschuh, den Annegret Jürgenliemke, Vorsitzende der CDU-Frauen-Union, getauft hat. Der Name setzt sich aus dem Vornamen ihres Mannes Alois (rechts) und ihrem zusammen. Orchideengärtner Lutz Röllke assistiert.
»Senne Aloisanne« heißt der fast schwarze Frauenschuh, den Annegret Jürgenliemke, Vorsitzende der CDU-Frauen-Union, getauft hat. Der Name setzt sich aus dem Vornamen ihres Mannes Alois (rechts) und ihrem zusammen. Orchideengärtner Lutz Röllke assistiert. Foto: Monika Schönfeld

Mehr als 35 CDU-Mitglieder aus dem Kreis Gütersloh hatten sich zum Unternehmensbesuch in der Orchideengärtnerei eingefunden. Den Abschluss und Höhepunkt bildete die Orchideentaufe. Viele der eigenen Züchtungen tragen den Namen »Senne« als Loblied auf die Landschaft im Namen. So tragen »Senne Sand«, »Senne Stern« oder »Senne Melodie« den Namen wie ein lebendiger Werbeträger in die Welt der Orchideenliebhaber.

Der Tisch mit den Senne-Schöpfungen fasziniert (von links) Hildegard Kläß, Winfried Kuper (Vater des NRW-Landtagspräsidenten André Kuper) und Heiner Koeller. Foto: Monika Schönfeld

Der Frauenschuh ist eine Neuzüchtung, die ihren Anfang mit der Anzucht aus Samenstaub vor acht Jahren im Sterillabor genommen hat. Mit der ersten Blüte sollte die Schöne einen Namen bekommen. Lutz Röllke, der mit seinem Bruder Frank und der Familie die Orchideengärtnerei führt, charakterisierte die Pflanze als schnell wachsend. Bei guter Pflege blüht sie drei Mal im Jahr und das jeweils über zwei bis drei Monate. Da die Blüte fast schwarz ist, habe er diese für Annegret Jürgenliemke ausgesucht. Ein Frauenschuh für die Frauen-Union, eine schwarze Blüte für die CDU.

Annegret Jürgenliemke sagt, dass sie mit dem Namen der Orchidee ihrem Mann Alois Danke sagen möchte für die Unterstützung bei all ihren Ämtern in der Partei, aber auch für die Rheuma-Liga. Sie stellt der Senne ihre beiden Namen zur Seite: Aloisanne (Alois und Anne). Wenn man das französisch ausspreche, entfalte sich die Anmut und Eleganz, die die Blüte zeige.

Nachzuchten der Naturformen aus Brasilien zeigen am Wochenende Consuelo und Henrique Ribeiro (BR Orquídea). Foto: Monika Schönfeld

Lutz Röllke führte die Gäste durch das Unternehmen, verwies auf die acht Paletten voller Pflanzen, die die Gäste zu den Orchideenschautagen aus ihrer Zucht mitgebracht haben. Der Wert der ausländischen Pflanzen betrage mehr als 100 000 Euro, die Gäste haben insgesamt 300 000 Kilometer zurückgelegt, um am Wochenende dabei zu sein.

Lutz Röllke berichtete, dass sein Vater Gerd Röllke das Unternehmen in Brackwede gegründet habe. 1980 habe Lutz, 1985 Frank Röllke die Lehre beendet. Mit ihren Frauen, die ebenfalls in die Gärtnerei eingestiegen sind, ist das Unternehmen mit Labor so gewachsen, dass sie 1991 nach Schloß Holte-Stukenbrock umgezogen sind. 2500 Quadratmeter Fläche werden bewirtschaftet, 2000 bis 3000 verschiedene Orchideenarten sind in den Gewächshäusern zu finden. Anfangs hat das Ladengeschäft das Unternehmen getragen, heute reisen die Röllkes kreuz und quer zu Messen rund um die Welt. Der Internetversand nehme in diesem Bereich ebenfalls massiv zu.

Ivan Portilla und seine Nichte Gigi aus Ecuador (Ecuagenera Ekuador) haben kleine Pflanzen im Becher dabei. Foto: Monika Schönfeld

Die Orchidee sei die friedlichste Pflanze der Welt ohne Gift und Dornen, allerdings wird für sie gekämpft und gemordet. Im 18. Jahrhundert wetteiferten die englische, französische und belgische Oberschicht um die schönsten Blüten. Regionen mit einem Bestand wurden ausgebeutet, was man nicht mitnehmen konnte, wurde vernichtet. Heute ist es verboten, Orchideen aus ihrem Lebensraum zu holen, deshalb sind nur Nachzuchten legal. Es gibt 40 000 Naturformen und ein Vielfaches an Hybriden (Kreuzungen). Orchideen gibt es fast überall –i n Schloß Holte-Stukenbrock zum Beispiel gibt es ein Feld mit Knabenkraut.

Die Besucher der Orchideenschautage lernen, wie man die Luftwurzler oder Aufsitzer pflanzt, umtopft, gießt und düngt. Orchideen sind langlebig, die älteste bei Röllke ist 120 Jahre alt, die älteste registrierte weltweit ist 300 Jahre alt. Von der Anzucht aus Samen bis zur Blüte dauert es sechs bis acht Jahre. Dafür hat man eben bei guter Pflege lange etwas davon.

Frank Röllke mit einer Orchidee mit Samenknoten und einer Schale, in der auf Nährlösung die neuen Pflanzen gezogen werden. Foto: Monika Schönfeld Orchideenschautage

Die Orchideengärtnerei Röllke am Flößweg 11 lädt für diesen Samstag und Sonntag, 10. und 11. Juni, zu Orchideenschautagen ein. Am Samstag ist von 10 bis 18 Uhr, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Das Motto heißt: »Die Welt zu Gast«. Es sind Orchideengärtner aus Taiwan, von den Philippinen, aus Malaysia, Brasilien, Peru, Ecuador, aus dem Spreewald und Berlin zu Gast.

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