Malnacht am Gymnasium Schloß Holte-Stukenbrock – Schüler zeichnen Fast Food und Reste Hamburger schwebt noch

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Fast Food liegt bei Jugendlichen voll im Trend. Auch das kreative Potenzial der Oberstufenschüler ist von Pizza, Hamburgern und Co. beflügelt worden.

Von Uschi Mickley
»After-Fast-Food-Table« lautet das Thema der langen Malnacht am Gymnasium. Dabei wird das, was nach dem Genuss von Pizza, Pommes und Co. übrig bleibt, auf die Leinwand gebracht. 86 Teilnehmer der Kunstkurse machten mit. Maximilian Anselm malt einen Hamburger. Kunstlehrerin Katrin Dropczynski gibt dem Schüler Tipps.
»After-Fast-Food-Table« lautet das Thema der langen Malnacht am Gymnasium. Dabei wird das, was nach dem Genuss von Pizza, Pommes und Co. übrig bleibt, auf die Leinwand gebracht. 86 Teilnehmer der Kunstkurse machten mit. Maximilian Anselm malt einen Hamburger. Kunstlehrerin Katrin Dropczynski gibt dem Schüler Tipps. Foto: Uschi Mickley

Die 12. lange Malnacht am Gymnasium hat sich in diesem Jahr auf das Thema »After-Fast-Food-Table« konzentriert. 86 Teilnehmer der Kunstkurse (Einführungsstufe, 11. Jahrgang) stellen sich diesmal der besonderen Herausforderung, die schnelle Mahlzeit und deren Überreste auf die Leinwand zu übertragen.

Achtstündiger Malmarathon

Im Forum reihen sich großformatige Leinwände aneinander. An den Tischen liegen Pinsel, Acrylfarben und andere Utensilien bereit. Fröhliches Stimmengewirr breitet sich aus, während sich die Jugendlichen austauschen, dann vertieft sich jeder in sein Werk. Von wilden, appetitanregenden Farbexplosionen einer »Pizzalandschaft« bis zu triefenden Pommes und Sushi-Boxen ist während des achtstündigen Malmarathons alles vertreten.

Ein Hamburger samt roter Pappschachtel nimmt an der Staffelei von Maximilian Anselm langsam Formen an. »Die Idee mit dem Abkleben war gut, aber die Perspektive stimmt noch nicht. Es sieht so aus, als würde der Burger schweben«, so der Rat der Kunstlehrerin Katrin Dropczynski, die das Projekt gemeinsam mit ihrem Kollegen Marcus Nümann betreut.

»Ob ich das noch schaffe?« fragt sich der 16-jährige ein wenig erschöpft und gönnt sich eine kleine Schaffenspause. Wenig später begibt er sich jedoch erneut ans Werk, um die Ränder zu versetzen.

Foto als Vorlage

Während die meisten Schüler sind auf der Suche für den Ausgangspunkt ihrer malerischen Auseinandersetzung bei Fast-Food-Restaurants wie MC-Donald’s oder Hermsburger fündig geworden waren, hat Louise Klassen ihr Motiv daheim zusammengestellt. Als Vorlage dient ihr ein Foto, das eine Smoothie-Karaffe und einen Obstsalat zeigt. Konzentriert setzt die 16-Jährige Pinselstriche an. Der Hintergrund ist bereits gestaltet und ihr Bild wirkt so stilvoll, als ob ein Profi Hand angelegt hätte.

»Ein cooles Thema«, meint Justin Brodowy (17). »Ich versuche einen Stapel mit Dosen, so wie ich sie auf einem Tisch bei einer Feier vorgefunden habe, zu abstrahieren.“

Die besten Werke werden ausgestellt

»Im Kunstunterricht haben sich die Schüler intensiv mit dem Bereich der abgegrasten Esstische befasst«, erklärt Kunstpädagoge Marcus Nümann. Die Idee geht auf die Objektkunst von Daniel Spoerri zurück, der durch seine Fallenbilder weltberühmt wurde.

Eine Jury wird demnächst eine Auswahl von 30 Bildern treffen. Die besten Werke werden im September und im Oktober in den Räumen der Filiale der Kreissparkasse Wiedenbrück an der Kaunitzer Straße ausgestellt.

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