Berufsinformationsbörse mit 46 Ausstellern in Schloß Holte-Stukenbrock Von Altenpfleger bis Zerspaner

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Gerade so reicht der Platz noch aus. Die Aula des Gymnasiums ist gefüllt, auf der Bühne und im Foyer präsentieren sich die Unternehmen, Verbände und Institutionen.

Von Bernd Steinbacher

»Die Berufsinformationsbörse ist beliebt«, sagt Jamin Schaumburg. Es ist ihre letzte Börse, die sie mit der Stadt gemeinsam organisiert hat. Es wird eine Fortsetzung geben, doch es kann sein, dass die Börse künftig nachmittags stattfindet. »Einige Unternehmen haben uns angesprochen, dass sie auch gern die Eltern, und nicht nur die Schüler dabei hätten«, sagt Wirtschaftsförderer Werner Thorwesten. Im Nachgang wolle die Stadtverwaltung die Meinung der Aussteller hören.

Der neue Übergangscoach ist im Dienst. Sandra Gahlmann ist in die Berufsinformationsbörse eingebunden, gibt von der Bühne aus wichtige Infos für die Schüler, die vom Gymnasium, der Lisa-Tetzner-Schule und der Realschule kommen. Es sind Schüler der achten, neunten Klassen und der EF (10. Klasse). Insgesamt 405 Schüler, plus die der Oberstufe, die Zeit haben. »Doch die Veranstaltung ist auch offen für alle Interessierten«, sagt Jasmin Schaumburg.

Zum ersten Mal dabei

Zu den Unternehmen, die zum ersten Mal dabei sind, zählt die Richard Brink GmbH Co. KG. »Wir wollen die Gelegenheit nutzen, uns vorzustellen. Wir bieten Ausbildungsplätze, aber auch duale Studiengänge Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre an«, sagt Unternehmer Stefan Brink. Am Stand des Unternehmens ist ein Laser im Einsatz. Interessierte Schüler erhalten dort einen Kugelschreiber mit Unternehmensaufschrift. Und als persönliches Geschenk wird der eigene Name eingelasert. Normalerweise werden Bauteile mit dem Laser dauerhaft und schnell gekennzeichnet, Werbung und Einblick in die Produktion – ein Publikumsmagnet.

Nicht jeder betreibt so einen großen Aufwand, doch Zeit für Gespräche mit den Schülern haben alle. An mehreren Ständen berichten Auszubildende aus eigener Erfahrung. Das wird von den Schülern rege genutzt.

Dilaxa Ciftci und Kader Arslan sind Schülerinnen der Lisa-Tetzner-Schule. Sie haben ihren Laufzettel dabei, haben sich im Vorfeld Gedanken gemacht, bei wem sie gezielt nachfragen wollen. Sie wollen später in der Verwaltung arbeiten, machen Halt bei Catharina Hillebrand, Ausbildungscoach im Jobcenter. Sie erläutert Ausbildungsmöglichkeiten beim Kreis, gibt in der Bewerbungsecke nützliche Tipps und schaut sich mitgebrachte Unterlagen an. »Ein Selfie als Bewerbungsfoto geht gar nicht. Wenn man sich per E-Mail bewirbt, dann nur mit einer klaren Betreffzeile und einer E-Mail-Adresse, die Vor- und Nachnamen enthält«, betont sie.

Interesse an sozialen Berufen

Im Foyer ist inzwischen Lisa Omosigho unterwegs. Die Gymnasiastin sammelt gezielt Informationen aus dem sozialen Bereich. Barbara Strobender und Melanie Voss, beide vom AWO-Kindergarten »Laubfrosch«, helfen gerne, erklären, dass ein Freiwilliges Soziales Jahr eine gute Orientierungshilfe sein kann.

Firmen aus dem handwerklich-technischen Bereich, aber auch aus dem Handel, zum Beispiel Aldi, legen auch Wert auf ein Praktikum. Regionalverkaufsleiter und Ausbildungsleiter der Aldi GmbH Co. KG mit Sitz in Schloß Holte-Stukenbrock, Stefan Lünne, ist mit dem Interesse der Schüler zufrieden. »Unsere 100 Tüten waren schnell weg, es ist echtes Interesse da. Viele sind gut vorbereitet.« Am Aldi-Stand informiert sich auch André Martschinkowski von der Lisa-Tetzner-Schule. Sei Ziel ist, Bürokaufmann zu werden. Deshalb steuert er ganz gezielt den Stand der Stadtverwaltung, aber auch die Vertreter der Volksbank und der Debeka an.

Bei Hora zieht ein Gewinnspiel die Schüler an. Geschick und Wissen sind nötig, um zu gewinnen. Der Auszubildende Niklas Österwinter erklärt, wie es funktioniert, steht zudem Rede und Antwort. »Wir haben viele gute Gespräche geführt«, sagt Sarah Zörner, Referentin für Personalentwicklung bei Hora. Diese Einschätzung teilten viele der Befragten an den Infoständen.

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