KHW will das Projekt Mehrgenerationenwohnen in Schloß Holte-Stukenbrock umsetzen Barrierefrei im Wohnhof

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). 32 Wohnungen, davon 12 mit öffentlicher Förderung, sollen in dem Wohnprojekt Wohnhof im Baugebiet Gerkens Hof entstehen. Die Kommunale Haus und Wohnen GmbH (KHW) möchte das Projekt umsetzen und hat es im Wirtschafts-, Marketing- und Stadtentwick­lungssausschuss vorgestellt.

Von Matthias Kleemann
So soll der Wohnhof sich zur Straße öffnen. Das rechte Gebäude ist etwas zurückgesetzt, vor diesem Haus sind sieben Stellplätze vorgesehen. Auf der Grünfläche könnte es Spielangebote für Kinder geben.
So soll der Wohnhof sich zur Straße öffnen. Das rechte Gebäude ist etwas zurückgesetzt, vor diesem Haus sind sieben Stellplätze vorgesehen. Auf der Grünfläche könnte es Spielangebote für Kinder geben.

Tobias Schirmer von der KHW und der Gütersloher Architekt Kai Beckmann erläuterten die Pläne. Auf dem 3333 Quadratmeter großen Grundstück sollen drei dreigeschossige Gebäude entstehen, die in Hufeisenform angeordnet sind, so dass ein Innenhof entsteht, der sich zu der Erschließungsstraße öffnet.

12 Sozialwohnungen vorgesehen

In dem größten der drei Häuser sind die 12 Sozialwohnungen vorgesehen, in den beiden anderen je 10 frei finanzierte Wohnungen. Die 32 Wohnungen sollen eine Größe von 45 bis 80 Quadratmetern haben, das ist aber noch nicht endgültig festgelegt. Vielleicht, so Schirmer, können auch ein oder zwei Wohnungen mit vier Zimmern angeboten werden, um etwas für größere Familien zu haben.

Alle Häuser sollen barrierefrei geplant werden, also auch mit Aufzug. Die beiden kleineren Häuser, die im Winkel zueinander stehen, könnten über ein einziges Treppenhaus mit Liftanlage erschlossen werden. Auch bei der Heizung hat die KHW an eine zentrale Anlage gedacht, möglicherweise ein kleines Blockheizkraftwerk.

Beckmann erläuterte, dass das Erdgeschoss der drei Häuser eine dunkle Verklinkerung bekommen könnte, während die beiden oberen Etagen weiß verputzt werden sollen. Um die Fassaden aufzulockern und um den künftigen Bewohnern auch Raum im Freien anzubieten, sind Terrassen und Loggien vorgesehen.

Ein Stellplatz pro Wohnung

32 Stellplätze sind geplant, also einer pro Wohnung, an zwei Stellen auf dem Grundstück. Der ursprüngliche Gedanke einer Tiefgarage sei nicht machbar, sagte Kai Beckmann, soll heißen: zu teuer. Einige Ausschussmitglieder fanden das Stellplatzangebot etwas knapp. Tobias Schirmer wies darauf hin, dass der Stellplatzschlüssel für öffentliche geförderte Wohnungen nur einen Platz pro Wohnung vorsehe. Er schätze, dass es gar keinen höheren Bedarf geben werde, weil die KHW auch den Gedanken des Mehrgenerationswohnens umsetzen wolle, mithin es also auch Mieter ohne Auto geben könnte. Bürgermeister Hubert Erichlandwehr verwies auf drei öffentliche Stellplatzflächen im Wohngebiet. Im übrigen liege ja gerade bei diesem Wohngebiet der Gedanke zugrunde, nicht unnötig Platz zu verschwenden, also etwas verdichteter, »städtischer« zu bauen.

Spielfläche im Innenhof

Astrid Zellermann (CDU) bemängelte die doch recht kompakt und massiv wirkenden Baukörper. Sie schlug für die obere Etage ein zurückgesetztes Geschoss vor. Das wirke aber von den Proportionen her nicht, sagte der Architekt. Die Wirkung der Massivität werde durch eine entsprechende Fassadengestaltung aufgefangen. »Mit Farbe können Sie eine ganze Menge erreichen.«

Metin Eser (SPD) fragte, ob der Innenhof für die Kinder als Spielfläche ausreichen werde. Das bejahte Schirmer. Silke Sykora (Stadtverwaltung) wies darauf hin, dass es in unmittelbarer Nähe an der Alten Spellerstraße einen weiteren Spielplatz gibt.

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