Schloß Holte-Stukenbrocker Eltern sehen die Wahlfreiheit der Schulform eingeschränkt 1162 Unterschriften für eine Realschule

Schloß Holte-Stukenbrock  (WB). »Ich bin beeindruckt von der großen Zahl.« Das hat Bürgermeister Hubert Erichlandwehr gesagt, als ihm Sabrina Balsliemke, Anja Eckmann und Birte Rusch eine Liste mit 1162 Unterschriften überreicht haben. Die Unterzeichner sprechen sich für eine erneute Elternbefragung und die Gründung einer Realschule zusätzlich zu Gymnasium und Gesamtschule aus.

Von Monika Schönfeld
1162 Unterzeichner sprechen sich für eine erneute Elternbefragung und eine Realschule aus: (von links) Anja Eckmann, Sabrina Balsliemke und Birte Rusch überreichten gestern Bürgermeister Hubert Erichlandwehr die Unterschriftenlisten.
1162 Unterzeichner sprechen sich für eine erneute Elternbefragung und eine Realschule aus: (von links) Anja Eckmann, Sabrina Balsliemke und Birte Rusch überreichten gestern Bürgermeister Hubert Erichlandwehr die Unterschriftenlisten. Foto: Monika Schönfeld

Hintergrund ist, dass in zwei aufeinanderfolgenden Jahren jeweils bis zu 40 Kinder im ersten Anmeldeverfahren von den weiterführenden Schulen der Stadt abgelehnt worden sind. Erst nach einer Zeit der Unsicherheit durfte die Gesamtschule dann eine fünfte Eingangsklasse bilden. Die Schule ist bisher nur als vierzügige Schule genehmigt. Der Ärger der Eltern war enorm. Im Ausschuss am Montag, 8. Mai, wird deshalb der Antrag an die Bezirksregierung auf dauerhafte Fünfzügigkeit der Gesamtschule vorbereitet.

Vergangenes Jahr habe sie sich mit dem Problem allein gelassen gefühlt, dass ihr Kind von Schulen abgelehnt wurde, sagt Sabrina Balsliemke. Jetzt sehen viele das Problem. »1162 Unterschriften signalisieren, dass es gut ist, was wir tun«, sagt Birte Rusch. Die drei Mütter hatten einen Monat lang die Unterschriftenlisten ausgelegt.

In zwei Jahren macht der letzte Jahrgang der Realschule den Abschluss

Anfangs wollten die Frauen einen Einwohnerantrag stellen, eine erneute Elternbefragung zuzulassen. »Wir sehen davon erst einmal ab, wollen aber die Stimmungslage dokumentieren. Mit einer neuen Elternbefragung kann die Stadt feststellen, ob die Entscheidung richtig war, die Realschule auslaufen zu lassen«, sagt Birte Rusch.

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr sagte zu, den Rat zu informieren. »Die Realschule hat auf kaltem Wege ihre Existenz verloren«, sagt er. Die Entscheidung für die Gesamtschule sei eine Entscheidung gegen die Haupt- und Realschule gewesen. Das sei offensichtlich nicht allen Bürgern klar gewesen.

Im Sommer wird der vierte Jahrgang an der Gesamtschule aufgenommen. Mit deren Gründung laufen Haupt- und Realschule aus. In zwei Jahren macht der letzte Jahrgang dort den Abschluss. Realschulen außerhalb der Stadt sind nach wie vor beliebt, können aber nur begrenzt aufnehmen.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag, 4. Mai im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Schloß Holte-Stukenbrock.

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