Krippenausstellung im Pfarrheim Stukenbrock mit 60 privaten Darstellungen Die Nase am Fenster platt gedrückt

Von MonikaSchönfeldSchloß Holte-Stukenbrock  (WB). Elke Junker hat vergangenes Jahr die Krippe ihrer Mutter ausgestellt. Am Sonntag zeigt sie die der Großeltern, nächstes Jahr ihre eigene. »Man kommt in einen Rausch. Ich will unbedingt dabei sein, die Robrechts machen das immer so nett.«

Elke Junker mit der Krippe ihrer Großeltern, der Eheleute Ophoff, die am Theodor-Storm-Weg einen Tante-Emma-Laden hatten. Die Figuren wurden in der Vorweihnachtszeit ins Schaufenster gestellt. Der Stall sei irgendwann abhanden gekommen.
Elke Junker mit der Krippe ihrer Großeltern, der Eheleute Ophoff, die am Theodor-Storm-Weg einen Tante-Emma-Laden hatten. Die Figuren wurden in der Vorweihnachtszeit ins Schaufenster gestellt. Der Stall sei irgendwann abhanden gekommen. Foto: Monika Schönfeld

Michaela Wibbeke mit der Krippe ihrer Schwiegereltern: »Mit den Figuren haben die Kinder gespielt. Sie sind etwas abgenutzt.« Foto: Schönfeld

Die Besucher der 17. Krippenausstellung, die Roswitha und Manfred Robrecht organisieren, können am Sonntag von 10 bis 17 Uhr im Pfarrheim Stukenbrock mehr als 60 Darstellungen der Geburt Christi bewundern. Elke Junker berichtet, dass ihre Großeltern früher einen Tante-Emma-Laden am Theodor-Storm-Weg hatten. »In der Vorweihnachtszeit haben sie die Krippe ins Schaufenster gestellt. Ich weiß noch, dass wir Kinder uns fasziniert die Nase am Fenster platt gedrückt haben.«

Michaela Wibbeke baut die Krippe ihrer Schwiegereltern Hilde und Siggi Fiedler auf. »Die haben sie sich zur Hochzeit 1960 vom Munde abgespart. Vier Kinder haben damit gespielt und die Figuren immer wieder neu arrangiert. Mein Mann sagt, es stecken eine Menge Erinnerungen in der Krippe.« Die Fiedlers werden zur Ausstellung am Sonntag kommen.

Gemeindereferentin Liliane Baumann hat eine Krippe in Form eines Adventskalenders. Hinter jeder Tür verbirgt sich eine Figur. Foto: Schönfeld

Louise Schröder hat eine Eichenborke als Stall aufgestellt. »Am Pastorat war eine Eiche umgekippt, das Stück Rinde habe ich mir gesichert«, sagt sie. Darunter stellt sie ein Kamel, das sie 2011 in Jerusalem gekauft hat, zwei Engel, die ihre Schwester vor langer Zeit gegossen und bemalt hat, Figuren, die Bekannte geschnitzt haben oder die sie selbst auf dem Weihnachtsmarkt erstanden hat. »Jedes Jahr ist die Krippe ein bisschen anders«, sagt sie.

Regina Hano hat zur Geburt ihres Sohnes Marcus vor 45 Jahren von der Mutter einer Schulfreundin eine Krippe bekommen. »Ich habe sie jedes Jahr aufgestellt. Jetzt muss ich sie öfter verleihen.« Ihre Tochter möchte sie aufstellen. Oder Enkelin Jana (10) fragt: »Oma, kann ich die Krippe bekommen?«

Regina Hano hat diese Krippe geschenkt bekommen, als ihr Sohn geboren wurde. Jetzt machen die Figuren die Runde in der Familie. Foto: Schönfeld

Im Elternhaus von Heinz Klare stand von 1937 bis 1951 eine schwarze Krippe, die Laubsägearbeit eines Tischlerlehrlings. »Irgendwann war die Krippe verschwunden. Ich weiß nicht, wo sie geblieben ist«, sagt der 82-Jährige, der heute in Augustdorf lebt. Lange habe er gesucht, sogar in Telgte, sei dann 2014 durch Zufall bei Roswitha Robrecht fündig geworden, die in ihrer Sammlung eine Vorlage für die Figuren hatte. Heinz Klare hat nach der Vorlage die Figuren ausgesägt. »Darauf bin ich richtig stolz.«

Heiner Mersch steht vor der Herausforderung, die orientalische Krippe seines Schwiegervaters Heinz Nikolai aufzubauen. »Ich muss erst mal ein Foto holen«, sagt er. Die Krippe ist die erste, die zum zweiten Mal zu sehen ist. »Sie war der Hingucker unserer ersten Krippenausstellung«, sagt Roswitha Robrecht. Heiner Mersch berichtet, dass sein Schwiegervater die Figuren geschnitzt hat. »Er war Friseur, stammte aber aus dem Erzgebirge. Da liegt das in den Genen.«

Christiane Robrecht bietet einen Flohmarkt an: Deko gegen Spende. Foto: Schönfeld

Im Foyer des Pfarrheims bietet Christiane Robrecht den weihnachtlichen Flohmarkt an. »Vielen Dank an die Spender«, sagt sie. Gegen eine Spende können Besucher die Dekorationen erstehen. Der Erlös geht zu 100 Prozent an die Missionsprojekte. Im Angebot ist auch eine Krippe. Die könnte ja vielleicht nächstes Jahr ein Stockwerk höher ausgestellt werden.

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