Ferien-Zirkus auf dem Hof Peitzmeier Das Entlein wird zum schönen Schwan

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Aufgeregte Kinder, stolze Eltern, begeistertes Publikum, das war die Atmosphäre am Freitag auf dem Hof Peitzmeier. Die Zirkusvorstellung, eine ganze Woche lang vorbereitet, ging erfolgreich über die Bühne.

Von Matthias Kleemann
Singen ist in der Manege strengstens verboten. Die Clowns ärgern die Zirkusdirektorin: Avin, Leonie, Sidra und Blend sowie Susi Ranitz (von links).
Singen ist in der Manege strengstens verboten. Die Clowns ärgern die Zirkusdirektorin: Avin, Leonie, Sidra und Blend sowie Susi Ranitz (von links). Foto: Matthias Kleemann

Alles hat wunderbar geklappt, von ein paar kleinen Pannen abgesehen. Aber die gehören, genau genommen, auch dazu. Dass die beiden Esel vom Hof Peitzmeier, irgendwie so gar nichts von ihrem Auftritt in der Manege hielten und eher widerwillig ihre Runden drehten, das verleitete schon wieder zum Schmunzeln. Immerhin, mit einen leichten Klopfen auf Hinterteil oder einer Möhre vor der Nase, zeigten die Tiere sich gnädig und bewegen sich vorwärts.

Man sah Clowns und Akrobaten, einen Zauberer, eine talentierte Sängerin, eine Hundenummer und sogar Feuerspucker. Eingebettet in die Vorstellung: Die Geschichte vom hässlichen Entlein, das anfangs nicht mithalten kann, dann aber ein schöner Schwan wird und mit einer Hula-Hoop-Nummer zeigt, was in ihm steckt.

Es geht los mit kleinen Enten, die aus ihren Eiern schlüpfen. Aber aus einem Ei schlüpft Willi, und der sieht ganz anders aus. Keiner will was mit ihm zu tun haben, und nichts kriegt er auf die Reihe. Das Ballon-Verknoten klappt ebenso wenig wie das Zaubern. Auch beim Turnen kullert Willi nur ungelenk über den Boden. Als aus dem hässlichen Entlein jedoch ein schöner, weißer Schwan wird, da sind alle beeindruckt, und er zeigt, dass auch er etwas kann.

Dazwischen gibt’s einiges zu sehen. Bezaubert ist das Publikum von Bertha Sucamer, die zwei Lieder singt. Sie staunen über die Kunststücke, die Jack, der Havaneser beherrscht, und dafür eigentlich nicht mal einen Dompteur braucht. Dann: Auftritt der Turner, mit Radschlag, Rolle, Handstand und Brücke. Als der einzige Junge in der Truppe einen Spagat macht, geht ein überraschtes Raunen durch die Zuschauerränge.

Bei milden Temperaturen sind mehr als hundert Besucher gekommen. Die Gastgeber haben nicht nur die Fahrzeughalle mit Blumen, Bildern und Ballons festlich dekoriert, es steht auch eine Hüpfburg bereit. In der Pause werden Eis, Würstchen, Popcorn und kalte Getränke angeboten. Christa Peitzmeier, die alles organisiert hat, zeigte sich erleichtert über den reibungslosen Ablauf.

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