Polizei setzt Spürhund und Hubschrauber zur Suche nach dem Mann aus Oerlinghausen ein Unfallfahrer flüchtet zu Fuß

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Mit einem Personenspürhund und einem   Hubschrauber hat sich die Polizei am Samstagmorgen auf die Suche nach   einem Mann gemacht, der mit seinem Audi in einen Unfall verwickelt war. Das Fahrzeug schleuderte in den Graben und gegen einen Baum. Ein Mann stieg aus dem völlig zerstörten Auto aus und flüchtete in den Wald.

Von Monika Schönfeld
Der Fahrer des Audi schleuderte im Graben gegen einen Baum, stiegt aus und floh. Die Polizei suchte ihn mit einem Spürhund.
Der Fahrer des Audi schleuderte im Graben gegen einen Baum, stiegt aus und floh. Die Polizei suchte ihn mit einem Spürhund. Foto: Monika Schönfeld

Der Unfallfahrer, vermutlich ein Mann aus Oerlinghausen (Kreis Lippe), war am Samstag um 5.15 Uhr mit Beifahrer und Hund in seinem Audi auf der Oerlinghauser Straße Richtung Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) unterwegs. In der langgezogenen Rechtskurve an der   Stadtgrenze hat er offensichtlich die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und schleuderte in den Gegenverkehr. Auf der Gegenfahrbahn    prallte er gegen einen weiteren Audi, den ein 22-jähriger Mann aus Oerlinghausen fuhr.

Dieses Auto wurde vorne links und am Kotflügel  beschädigt, der Fahrer bleib unverletzt. Er sagte aus, dass der Unfallfahrer ihm mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf der   Landstraße entgegen gekommen sei. Der Unfallfahrer schleuderte nach dem Zusammenprall in den   Graben der Gegenfahrbahn, riss sich Verkleidungen ab, als er gegen die Mauer eines verrohrten Baches rutschte. Erst ein Baum brachte das Fahrzeug nach einem  mehr als 100 Meter langen Schleuderweg zum Stehen.

Autoinsasse lief in den Wald

Ein Insasse flüchtete mit einer Kopfverletzung zu Fuß in den Wald. Ein anderer konnte ebenfalls selbst aussteigen. Der Hund, den sie bei sich hatten, sei zwar erst etwas verstört, habe sich dann aber gefangen, sagte ein Polizist. Erst mehr als eine Stunde nach dem Unfall wurde der Flüchtige gefunden. Es soll sich um einen 30-jährigen Oerlinghauser handeln. Polizisten aus dem Polizeipräsidium Bielefeld und den Kreispolizeibehörden Lippe und  Gütersloh waren im Einsatz und koordinierten die Suche. Um die Spuren nicht zu verwirbeln, war anfangs nur der Diensthundführer mit dem Personenspürhund unterwegs.

Beide Männer wurden vorsorglich ins Krankenhaus Rosenhöhe gebracht, dort stellte sich heraus, dass beide unter Alkoholeinfluss standen. Die Polizei stellte zudem fest, dass keiner von beiden im Besitz eines Führerscheins war, konnte aber bis auf weiteres nicht zweifelsfrei feststellen, welcher von beiden gefahren war.

Das Unfallfahrzeug hatte ein bis zum 1. September gültiges, auswärtiges Kurzzeitkennzeichen. Die Freiwillige Feuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock war mit sieben Fahrzeugen und etwa 30 Leuten an der Unfallstelle. Die Straße wurde ab Kreuzkrug bis zur Kreuzung in Lipperreihe gesperrt. Den Schaden schätzt die Polizei auf 21500 Euro.

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