Das letzte Serengeti – Besucher bedauern das Ende des Festivals – Videos mit vielen Eindrücken »Es wird etwas fehlen«

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Zehn Jahre Serengeti-Festival, das heißt zehn Jahre Top-Acts auf der Bühne, verrückte Vögel auf dem Campingplatz und zehn Jahre Mega-Sause. Dass diese Tradition nun am Sonntag endete, bedauern viele der langjährigen Besucher.

Von Christian Geschke, Felix Bröker und Christoph Rusch
Skindred gehören nicht nur zu den Dauergästen des Serengeti-Festivals, die englische Band ist auch einer der absoluten Publikumslieblinge. Kaum ein anderer Act vereint die Musikstile Reggae, Metal, Hip-Hop und Elemente des Punk so gut wie die fünf Engländer um ihren Frontmann Benji Webbe.
Skindred gehören nicht nur zu den Dauergästen des Serengeti-Festivals, die englische Band ist auch einer der absoluten Publikumslieblinge. Kaum ein anderer Act vereint die Musikstile Reggae, Metal, Hip-Hop und Elemente des Punk so gut wie die fünf Engländer um ihren Frontmann Benji Webbe. Foto: Felix Bröker

»Ich habe in den vergangenen zehn Jahren kein einziges Festival verpasst und für das Serengeti sogar schon Rock am Ring sausen lassen«, sagt der 35-jährige Martin aus Detmold. Er und seine Freunde – seit Jahren eingeschworene Festivalgänger – schätzen vor allem die familiäre Atmosphäre, aber auch das erstklassige Line-Up, das die Veranstalter Jahr für Jahr auf die Beine gestellt haben.

»Nicht nur mir, sondern sehr vielen Musikfans wird in Zukunft wirklich etwas fehlen. Dass es in diesem Jahr vorbei ist, will aber noch niemand so wirklich wahr haben.«

Wahrscheinlich war das auch der Hauptgrund, warum das zehnte und letzte Serengeti-Festival zur absoluten Mega-Sause, statt zur Abschiedsparty geworden ist. Dies ist auch den Künstlern auf der Bühne nicht verborgen geblieben. Egal ob internationale Acts wie Skindred aus England, die quasi schon zur Stammbesetzung gehören, oder deutschen Künstlern und Bands wie Madsen oder den H-Blockx – alle waren bereits während ihres Auftritts elektrisiert von der feiernden Menge.

»Ihr seid doch alle völlig verrückt, aber genau deswegen lieben wir euch und kommen immer gerne hierher«, sagte Skindred-Sänger Benji Webbe kurz vor dem Ende seiner Show. Gänsehautatmosphäre kam spätestens dann auf, als Webbe die gut 10.000 Leute vor der Bühne aufforderte, ihre T-Shirts auszuziehen und in kreisenden Bewegungen über dem Kopf zu schwingen – hier konnte wirklich niemand mehr stillstehen.

Allein wegen Skindred waren der 34-jährige Mike und seine Freunde aus Köln angereist. »Immer wenn die Band in Deutschland spielt, sind wir dabei. Am besten ist die Atmosphäre aber hier auf dem Serengeti-Festival. Deshalb ist es auch doppelt traurig, dass wir sie hier in Zukunft nicht mehr sehen können.«

www.serengeti-festival.de

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