30.000 Besucher feiern an drei Tagen das zehnte und letzte Serengeti-Festival Abschied im Dauerregen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das zehnte und letzte Serengeti-Festival hat aufgehört, wie es angefangen hat: mit Regen. 30.000 Besuchern war’s egal, sie ließen sich die Abschiedsparty nicht vermiesen.

Von Christian Geschke
Heftiger Regen? Kein Problem! Mit bunten Capes ausgestattet feiert diese Mädelsgruppe während eines Schauers.
Heftiger Regen? Kein Problem! Mit bunten Capes ausgestattet feiert diese Mädelsgruppe während eines Schauers.

Schließlich war es für alle die letzte Gelegenheit, auf dem Festivalgelände gegenüber des Safariparks Stukenbrock zu feiern.

Auffällig war, dass auf der Bühne viele Künstler und Bands für Stimmung sorgten, die eine Serengeti-Vergangenheit haben. Bestes Beispiel: die Rock-Veteranen der H-Blockx. Vor zehn Jahren war es die Band um Frontmann Henning Wehland, die das erste Serengeti-Festival eröffnete. Am Samstagabend standen die H-Blockx bereits zum fünften Mal auf der Serengeti-Bühne, eine gewisse Vertrautheit mit dem Publikum war spürbar.

Und da die Band nach fünf Auftritten weiß, was die Menge hören will, geriet das Konzert zu einer einzigen, rockigen Abschiedsparty.

Die Stimmung kochte jedoch schon zwei Stunden zuvor hoch, als die Altmeister von Skindred auftraten. Dass sich die Wiese vor der Bühne innerhalb kürzester Zeit in einen einzigen Hexenkessel verwandelte, lag zu großen Stücken an Frontmann Benji Webbe. Der Rastamann mit der Reibeisenstimme stoppte sogar das Set, als er Leute in der ersten Reihe sah, die nicht tanzten und völlig durchdrehten.

Absoluter Gänsehautmoment war eine spontane Choreographie, die Band und Publikum ablieferten. Nachdem der Großteil der knapp 10.000 Besucher seine T-Shirts ausgezogen hatte, wurde diese auf Kommando über dem Kopf im Kreis geschwungen.

Während es am Freitag und Samstag meist bei kurzen Schauern blieb, brauchten die Musikfans am Sonntag ein dickes Fell. Der Grund: Dauerregen von morgens bis abends.

Aber wer schon zwei Tage auf einem Festival durchgemacht hat, lässt sich auch davon nicht mehr abschrecken. Und so sollte das letzte Serengeti-Festival mit den Headlinern Bad Religion und The Offspring, aber auch etwas Wehmut ausklingen.

www.serengeti-festival.de

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