Campingplatz für 4000 Menschen wieder neben dem Festival-Gelände Bereit fürs letzte Serengeti

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Der Boden ist unglaublich«, sagt Udo Heeger. »Als vor ein paar Tagen dieses Gewitter war, hat es wie aus Eimern geschüttet. Und am nächsten Tag: Keine Pfütze, alles trocken, man konnte sofort wieder mit den Lkw auf das Gelände.«

Von Von Matthias Kleemann
Udo Heeger, Inhaber der Heeger Manufaktur, koordiniert die Aufbauarbeiten auf dem Serenget-Festival-Gelände am Mittweg. Im Hintergrund die große Bühne, auf der von Freitag  bis Sonntag die Bands auftreten werden.
Udo Heeger, Inhaber der Heeger Manufaktur, koordiniert die Aufbauarbeiten auf dem Serenget-Festival-Gelände am Mittweg. Im Hintergrund die große Bühne, auf der von Freitag bis Sonntag die Bands auftreten werden. Foto: Matthias Kleemann

Heeger koordiniert die Aufbauarbeiten auf dem Festivalgelände am Mittweg, seit das Festival an diesen Standort umgezogen ist, und in diesem Jahr zum letzten Mal. Während er mit dem Plan über den Platz geht, wird er ständig angesprochen, soll größere oder kleinere Entscheidungen treffen. Ist gerademal niemand in der Nähe, klingelt garantiert das Handy. Improvisieren ist sein Geschäft. »Man muss für alles eine Adresse im Hinterkopf haben.« Gab es in all den Jahren mal eine größere Panne? Heeger kann sich nicht erinnern. Das sei nicht zuletzt auch ein Verdienst der Gäste. »Musikfans sind friedlich. Die wollen feiern und Spaß haben.«

Und so soll es auch in diesem Jahr wieder sein. Eine große und eine etwas kleinere Bühne sind  vis-à-vis aufgebaut. Während der Veranstaltung werden sie im Wechsel bespielt. Wenn auf der einen Bühne die Show läuft, wird auf der anderen umgebaut. Dazwischen in der Mitte ein Technik-Zelt, wo die Tonleute den Sound mixen. Rundherum alles, was der Festival-Besucher so braucht. Gastronomiestände, 17 an der Zahl, acht Getränke- und zwei Cocktailstände, um Durst und Hunger zu stillen. Ein Merchandising-Stand und weitere Stände, die von Sponsoren betrieben werden. Für die Notdurft warten 150 Dixi-Klos und vier Container mit weiteren Toiletten. Vier Container mit insgesamt 30 Duschen stehen auf dem Campingplatz.

Um das Gelände mit Strom zu versorgen, hat die Firma Tovar Mobile Energy neun große Diesel-Aggregate aufgestellt, die zusammen mehr als 2000 Kilowatt leisten und untereinander redundant sind, also Ausfälle ausgleichen können. Zwei bis zweieinhalb Kilometer Stromkabel haben seine Leute verlegt, schätzt Firmenchef Marius Runde. Strom wird ab heute jede Menge gebraucht.

In der großen Backstage-Küche riecht es zur Mittagszeit bereits gut, hier werden die Mitarbeiter der Vibra Agency schon mit Essen versorgt. Während des Festivals wird hier für die Musiker gekocht. Der Arbeiter-Samariter-Bund betreibt ein großes Sanitätszelt sowie einen Doppel-Container auf dem Camping-Gelände. Ständig wird ein Notarzt anwesend sein. Rettungswagen stehen parat. Auf dem Nachbarfeld könnte ein Hubschrauber landen. Aber das war glücklicherweise noch nie nötig.

Vergangenen Samstag haben die Aufbauarbeiten auf dem vier Hektar großen Gelände begonnen. Etwa 250 Leute von verschiedenen Firmen sind damit beschäftigt. Sie haben Bauzäune an den Zufahrtswegen aufgestellt, die das Wildparken verhindern sollen. Schwere Lastwagen kommen, werden entladen und fahren wieder, Stück für Stück wachsen die Aufbauten.

Der Campingplatz ist wieder direkt neben dem Gelände, nachdem er zwei Jahre lang ein paar hundert Meter entfernt auf der anderen Straßenseite war. 4000 Leute passen drauf, Pavillons sind erstmals verboten, nachdem es bei Rock am Ring durch den Sturm zu gefährlichen Situationen gekommen ist. Udo Heeger wird auch während des gesamten Festivals anwesend sein, einen Blick auf die 150 Sicherheitsleute haben und bereit stehen, um die großen und kleinen Probleme zu lösen. Der Abbau soll dann wesentlich schneller gehen. »Dienstagabend will ich wieder zu Hause sein.«

Serengeti 2014

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