Vom 14. bis 16. August bebt noch einmal die Senne – Angesagte Bands rocken auf zwei Bühnen Das letzte Serengeti-Festival

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Das Serengeti-Festival geht in die zehnte Runde – neun Jahre »Rock & Roar«. Leider auch in die letzte Runde, der »Final Roar«.

Finale Runde: Das Serengeti-Festival wird nach diesem Jahr nicht mehr stattfinden.
Finale Runde: Das Serengeti-Festival wird nach diesem Jahr nicht mehr stattfinden. Foto: Steffen Boberg

Das Ereignis begann 2006 mit einer Schnapsidee, einer eintägigen Veranstaltung am Freibad Stukenbrock, und mauserte sich dann zu einem dreitägigen Knaller mit Musik, bis der Arzt kommt. Das Serengeti, das diesmal vom 14. bis zum 16. August über die Bühne geht,  muss den Vergleich  mit anderen großen deutschen Festivals nicht  scheuen: Erstklassige heimische und internationale Bands folgten gerne dem Ruf nach Stukenbrock.

Auf der anderen Seite des Zauns brüllen die Löwen (die vom Safari-Park, und wer nicht artig ist und sexistische, rassistische oder homophobe Statements absondert, wird ihnen zum Fraß vorgeworfen . . .), auf dieser Seite des Zauns aber wird abgerockt bis tief in die Nacht. Das Line-up verspricht viele Supergruppen und etwas Spannung, denn den Headliner am Samstag erfahren die Besucher erst am selben Tag. Karten im Vorverkauf beim WESTFALEN-BLATT (Tel.: 0521/5299640). Es gibt auch VIP-Karten und WoMo-Tickets für Fans mit Wohnmobil. Allen Zeltingers sei mitgeteilt: Die Campingtickets werden bereits knapp. Schnell zugreifen!

Walent Cerkez und sein Team haben das Serengeti  mit großer Ausdauer, viel Herzblut und enormem Einsatz aufgebaut und weiterentwickelt. Die Entscheidung für die Aufgabe des Festivals fiel ihnen nicht leicht. Auf der Serengeti-Homepage nennt das Team   ungute Entwicklungen auf dem Festivalmarkt als Gründe: Steigende Gagen, immer mehr Festivals, die um die gleichen Bands bieten, höhere Produktionskosten und die Kontrolle der Festivallandschaft durch wenige Großkonzerne hätten zu einer Situation geführt, in der ein unabhängiges Open Air im Serengeti-Format nicht mehr budgetär seriös arbeiten könne. Vor allem will  man »weder an der Qualität des  Festivalformats schrauben, noch die Ticketpreise erhöhen«. Auch Maßnahmen wie Absage, Reduzierung auf einen Tag oder Verlegung in eine andere Stadt hätten nicht zur Diskussion gestanden.

Alle Infos zum Programm: www.serengeti-festival.de

Das Serengeti-Festival 2014 in Bildern

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