Amtszeit des Seniorenbeirats läuft aus - Wahlen im Herbst Zehn Mitstreiter gesucht

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Amtszeit des 1. Seniorenbeirats der Stadt läuft in diesem Jahr aus. Im Herbst wird neu gewählt. Gesucht werden deshalb Mitstreiter, die sich für die Interessen der Generation 60plus einsetzen wollen.

Von Bernd Steinbacher
Giesela Hörster ist die Vorsitzende des Seniorenbeirates. Kurz vor Ablauf der Wahlperiode zieht sie eine positive Bilanz der Arbeit des Gremiums. Sie will erneut kandidieren und hat sich bereits die Formulare bei der Verwaltung dafür geholt.
Giesela Hörster ist die Vorsitzende des Seniorenbeirates. Kurz vor Ablauf der Wahlperiode zieht sie eine positive Bilanz der Arbeit des Gremiums. Sie will erneut kandidieren und hat sich bereits die Formulare bei der Verwaltung dafür geholt. Foto: Bernd Steinbacher

Die Stadtverwaltung Schloß Holte-Stukenbrock weist daraufhin, dass der erste Seniorenbeirat im Sommer 2011 von 6000 Wahlberechtigten älter als 60 Jahre gewählt werden konnte. Die Zahl der Wahlberechtigten ist mittlerweile um etwa zehn Prozent gestiegen. Dies verdeutliche, wie wichtig es ist, dass die Interessen der Altersgruppe 60plus wahrgenommen werden. Für die anstehenden Wahlen hofft Giesela Hörster, Vorsitzende des Seniorenbeirats, auf eine rege Beteiligung und vor allem auf neue Mitstreiter. »Wenn sich mindestens zehn Interessenten melden würden, wäre das ganz toll«, sagt die Vorsitzende im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT.

Im Laufe der Jahre seien einige Mitglieder ausgeschieden oder würden aus Altersgründen, wegen Wegzugs oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren wollen. »Ich trete auf alle Fälle wieder an«, sagt die engagierte 75-Jährige. »Ich fühle mich nicht wie 75.« Gefragt nach den Erfolgen des 1. Seniorenbeirats zählt Giesela Hörster eine Menge Veranstaltungen auf, die der Seniorenbeirat organisiert und mit Hilfe von anderen Organisationen und Vereinen umgesetzt hat.

Offene Ohren bei der Stadt

»Bei der Stadtverwaltung haben wir als Seniorenbeirat immer ein offenes Ohr gefunden.« Vieles lasse sich auf dem kurzen Dienstweg anschieben. Bei den Veranstaltungen sei zum Beispiel die Verbraucherkonferenz Forum 60+ »Sicher ins Internet« mit etwa 60 Zuhörern ein voller Erfolg gewesen. Am Mittwoch, 5. August, findet auch wieder ein Rollatortraining auf dem Holter Kirchplatz statt. Daran beteiligt sind die Verkehrswacht, das Rote Kreuz, das Sanitätshaus Mitschke, der Kreissportbund, die TG Sende und das Busunternehmen Wittler. Das stellt einen Bus zur Verfügung, damit die Senioren praxisnah üben können. Das mittlerweile vierte Verkehrssicherheits-Training wird auf dem Gelände der Polizeischule am Donnerstag, 1. Oktober, durchgeführt. Verkehrswacht und DRK sind wieder mit dabei.

Zu den Erfolgen zählt Hörster auch die Notfallkarten, die wegen des großen Interesses nachgedruckt werden mussten, und den Seniorenwegweiser. Eine zweite Auflage ist in Arbeit. »Die Daten werden aktualisiert. Auf dem Deckblatt sollten dann die Mitglieder des neugewählten Seniorenbeirats zu sehen sein.«

Seniorenpass war ein Flop

Zu Beginn der Amtszeit hat es einige Zeit gedauert, bis Senioren ihre Wünsche an den Beirat herangetragen haben. In jedem Stadtteil gibt es andere Bedürfnisse, habe sich herausgestellt. Kein Bedarf zeigte sich in Schloß Holte-Stukenbrock für den Seniorenpass. Gedacht war, Rabatte bei Veranstaltungen oder Vereinsangeboten zu erhalten. »In anderen Kommunen läuft das, bei uns in der Stadt nicht. Das ist mangels Interesse eingeschlafen«, sagt Giesela Hörster.

Viele Senioren seien hingegen bei Veranstaltungen zu »Sicherheit im Dunkeln« und »Sicherheit an der Haustür« erreicht worden. Sechs davon gab es insgesamt in fast allen Stadtteilen. Sie erfolgten in Zusammenarbeit mit Institutionen und Vereinen, die Senioren betreuen, und der Polizei. »Wir haben schon einiges erreicht. Neue Mitglieder müssen aber keine Angst vor zu viel Arbeit haben. Wir treffen uns einmal im Monat. Hinzu kommen die Veranstaltungen und die Vorbereitung dafür«, sagt Giesela Hörster. Jeder könne seine Ideen einbringen.Was aus ihrer Sicht noch fehlt und von älteren Menschen bemängelt wird, sind fehlende Bänke im Holter Wald. Auch müsse es mehr Gelegenheiten geben, sich in Schloß Holte setzen und ausruhen zu können. Ärgerlich sei auch, dass nicht einmal an der Haltestelle am St.-Heinrich-Friedhof in Sende eine Bank stehe.

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