Rietberg
Die ersten Millionen sind schon da

Rietberg (ssn) - Im Februar hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung einstimmig beschlossen, jenen 66 Haushalten, die noch immer im Schneckentempo das Internet bereisen müssen, mithilfe des „Weißen-Flecken-Programms“ unter die Arme zu greifen.

Mittwoch, 07.04.2021, 17:33 Uhr aktualisiert: 07.04.2021, 18:31 Uhr
66 Adressen im Stadtgebiet sind in Sachen Breitband noch immer unterversorgt. Dazu zählt laut einer Übersichtskarte, die im Ratsinformationssystem zu finden ist, auch dieser Bereich An den Teichwiesen in Rietberg. Nun sind vom Bund erste Fördergelder geflossen, die den Ausbau vorantreiben sollen.

Ein entsprechender Antrag auf Förderung, so hieß es seitens der Strategieberatung Micus, sollte binnen einer Woche gestellt werden. Dieses Versprechen wurde offenbar eingelöst. Die gute Nachricht überbrachte in dieser Woche das Wahlkreisbüro des CDU-Bundestagsabgeordneten Ralph Brinkhaus per Pressemitteilung. Der Bund stelle 2,85 Millionen Euro bereit, „damit unterversorgte Gebiete in allen sieben Rietberger Stadtteilen sehr zeitnah mit Breitband erschlossen werden können“, heißt es darin. 

„Nun starten wir endlich den Turbo“

„Ich freue mich sehr über die Bundesförderungen für Rietberg und den ländlichen Bereich, denn wir sehen derzeit wie unter einem Brennglas, wie wichtig eine schnelle Internetleitung ist“, wird Brinkhaus mit Verweis auf Homeoffice und Homeschooling zitiert. Leistungsfähiges Internet müsse flächendeckend verfügbar sein und gehöre zur Grundversorgung – „nun starten wir endlich den Turbo“. 

Die Meldung aus dem Büro Brinkhaus freue die Stadtverwaltung natürlich, teilt Rathaussprecher Juergen Wohlgemuth auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Man warte jedoch noch auf einen Bescheid über weitere 40 Prozent Förderung vom Land NRW. „Erst dann können wir weitere Schritte tun.“ Geplant sei dann auch eine Anbindung der Grundschulstandorte in Bokel und Westerwiehe (Sieben-Meilen-Schule). 

Bund übernimmt 50 Prozent, das Land 40 Prozent

Um welche 66 noch unterversorgten Adressen es geht, wird aus einer Karte ersichtlich, die im Ratsinformationssystem der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Planung vom 23. Februar beigefügt ist. Betroffen sind demnach in Teilen die Außenbereiche aller sieben Ortsteile. Um sie mit Glasfasertechnik zu versorgen, setzen die Experten der Strategieberatung Micus eine Investitionssumme von 5,72 Millionen Euro an, was einer kalkulierten Wirtschaftlichkeitslücke von rund 5,7 Millionen Euro entspricht. 

Schon im Februar hatte Rietbergs Breitbandbeauftragter Rüdiger Ropinski jedoch die Politiker darauf hingewiesen, dass die tatsächliche Wirtschaftlichkeitslücke nach den bisherigen Erfahrungen in aller Regel geringer ausfällt. Das Projekt sei zudem zu 90 Prozent förderfähig, wobei sich Bund (50 Prozent) und Land (40 Prozent) die Last teilen. Bei der Emskommune verbleibt entsprechend ein Eigenanteil in Höhe von lediglich zehn Prozent der finalen Wirtschaftlichkeitslücke.

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