Rietberg
Sommercamp soll Lernlücken  schließen

Rietberg (gl) - Die SPD-Fraktion setzt sich für ein Sommercamp ein, das es Heranwachsenden ermöglichen soll, schulische Wissenslücken im Fahrwasser der Viruskrise zu schließen. Der Antrag soll im nächsten Ausschuss für Schule und Kita am Dienstag, 9. März, diskutiert werden.

Dienstag, 02.03.2021, 17:29 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 17:46 Uhr
Homeschooling kann den Präsenzunterricht nicht kompensieren. Davon ist die SPD überzeugt. Sie regt ein kostenfreies Sommercamp an, um Schülern die Chance zu geben, Lernlücken im Fahrwasser der Pandemie zu schließen.

Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 18 Uhr in der Aula des Gymnasiums am Torfweg. „Die Folgen der Corona-Pandemie treffen vor allem auch die Schulkinder in unserer Stadt, die mit den Folgen der Ausfälle im Präsenzunterricht, welche durch den Onlineunterricht allein nicht kompensiert werden können, noch lange zu tun haben werden“, heißt es zur Begründung.

Förderungen und Zuschüsse ausloten

 Das Camp soll nach dem Wunsch der Sozialdemokraten in den Sommerferien stattfinden und freiwillige sowie kostenlose Lern- und Bewegungsangebote beinhalten. Als Zielgruppe gibt die Fraktion die Jahrgänge eins bis neun an mit dem Fokus auf Lernrückständen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und der zweiten Fremdsprache. Auf die Erstklässler im Übergang Kita/Schule und Heranwachsende, die von der Grund- auf eine weiterführende Schule wechseln, solle „mit einer gesonderten Förderung“ eingegangen werden.

„Es ist zu prüfen, ob gegebenenfalls Förderungen und Zuschüsse auf Bundes- sowie Landesebene (unter anderem für Aufwandsentschädigungen des Betreuungspersonals) generiert werden können“, schreibt die Fraktion weiter. Darüber hinaus sollten mögliche Unterstützungen finanzieller und organisatorischer Art etwa von Stiftungen unter die Lupe genommen werden.

Die Koordinierung der Angebote solle zentral gebündelt werden – zum Beispiel in der Verwaltung oder bei einem freien Träger –, so dass es für die Heranwachsenden und deren Eltern eine eindeutige und klar erkennbare Anlaufstelle gibt. „Dabei ist sicherzustellen, dass diejenigen Schüler, die als bildungsarm gelten beziehungsweise von Bildungsarmut bedroht sind, Zugang zu diesen Angeboten erhalten. Dies gilt ebenso für Schüler, denen ein gänzlicher Verlust des Anschlusses durch eine besondere Krisensituation droht.“

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