19-Jähriger lässt nach Alleinunfall Beifahrerinnen von der Unfallstelle abholen
Corona-Verstoß: Autofahrer täuscht Polizei

Rietberg (WB) -

Nach einem schweren Verkehrsunfall in Rietberg haben sich zwei Beifahrerinnen aus dem Staub gemacht, um nicht wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln verfolgt zu werden. Sie mussten sich später jedoch ins Krankenhaus begeben, und die Klinik informierte die Polizei.

Samstag, 02.01.2021, 14:40 Uhr
Symbolbild

Ein 19-Jähriger aus Rietberg war nach Polizeiangaben am Freitagabend mit drei Beifahrerinnen im Alter von 14, 16 und 19 Jahren unterwegs. In einer Rechtskurve geriet er mit seinem Wagen ins Schleudern. Das Auto überschlug sich und prallte auf dem Dach liegend gegen einen Baum. Die vier Insassen konnten sich selbstständig aus dem Auto befreien.

Aus Angst vor einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung informierte der 19-jährige Pkw-Fahrer einen Freund (19) aus Rietberg. Dieser holte die 14- und 19-jährigen Mitfahrerinnen von der Unfallstelle ab und brachte sie nach Hause. Danach erst wurde die Polizei informiert.

Den eintreffenden Beamten erzählte der Fahrer, sie seien nur zu zweit im Auto gewesen. Wegen der Corona-Beschränkungen dürfen sich derzeit nur Menschen aus zwei unterschiedlichen Haushalten treffen.

Bald darauf begaben sich jedoch alle drei Beifahrerinnen aufgrund akuter Beschwerden ins Krankenhaus. Sie wurden alle drei stationär behandelt. Die Polizei leitete Verfahren wegen Strafvereitlung und möglicher Corona-Verstöße ein.

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Steuer-Strafverfahren eingestellt
DSC-Geschäftsstelle (Archivfoto).
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