Rietberg
Neubaupläne gehen in die nächste Runde

Rietberg (ssn) - Der Neubau des Gymnasiums Nepomucenum Rietberg (GNR) beschäftigt die Politik bereits seit einigen Jahren. Im Bauausschuss am Dienstag, 6. Oktober, im Ratssaal des Alten Progymnasiums sollen nun erstmals die Ausführungsplanungen sowie die Gründung vorgestellt werden.

Montag, 05.10.2020, 17:55 Uhr aktualisiert: 05.10.2020, 18:31 Uhr

Der öffentliche Teil beginnt um 17 Uhr. Bereits im Vorfeld der Sitzung hat sich die Freie Wählergemeinschaft (FWG) zu Wort gemeldet. Sie will Teile des Vorhabens vor dem Hintergrund der Virus-Pandemie noch einmal auf den Prüfstand gestellt wissen. Als Stichworte nennt die Fraktion die Einhaltung von Mindestabständen, ausreichende Be- und Entlüftungsanlagen, sinnvolle Klassenraumgrößen sowie die Option, diese bei Bedarf teilen zu können. Auch auf Rückzugsmöglichkeiten sowie auf Räumlichkeiten, die über den bloßen Unterricht hinaus in einem Ganztagsschulbetrieb von den Jugendlichen wie von den Lehrern genutzt werden können, wolle die FWG noch einmal näher eingehen, teilt Fraktionschef Josef Beermann mit.

„Wenn wir bauen, dann sollten wir das auch wirklich zukunftsgerichtet tun“

„Wenn wir bauen, dann sollten wir das auch wirklich zukunftsgerichtet tun“, sagt er. Es müsse davon ausgegangen werden, dass sich Unterrichtszeiten weiter ausdehnen, Gruppengrößen unter Umständen verkleinern und immer individueller gelernt werde. Das müsse sich in der Planung niederschlagen. Gleiches gelte für Fachräume, die Mensa sowie Funktionsräumlichkeiten, etwa für den Hausmeister.

In den Blick nehmen wollen die Freien Wähler nicht zuletzt die prognostizierten Schülerzahlen. „Wenn wir jetzt schon davon ausgehen können, dass in einigen Jahren Klassenräume fehlen werden, dann sollten wir das berücksichtigen, und nicht mit der allerspitzesten Feder rechnen“, heißt es in der Stellungnahme der Fraktion. So könne es in diesem Fall sinnvoller sein, Unterrichtszimmer gleich mitzubauen statt diese zu einem späteren Zeitpunkt nachzulegen.

Zuletzt hatte sich der Fachausschuss im Februar mit dem GNR-Neubau befasst

Die Planungen zum Neubau des GNR waren zuletzt im Februar – und damit kurz vor Ausbruch der Coronakrise – Thema im Bauausschuss. In seinem Sachstandsbericht hatte Arnd Baumann, Leiter der städtischen Hochbauabteilung, auch Bezug genommen auf Leitlinien der aktuellen Bildungspolitik sowie auf spezifische Festlegungen für die Emskommune selbst. Demnach werden gemäß Bezirksregierung pro Schüler zwei Quadratmeter Unterrichtsraum (Sekundarstufe eins einschließlich G9) empfohlen. 2018 hatte der Rietberger Schulausschuss für die Sekundarstufe eins an den heimischen Bildungseinrichtungen eine Unterrichtsraumgröße von 66,5 Quadratmetern festgelegt, woraus sich maximal 33 Schulkinder pro Klasse ergeben.

Die Zielsetzung bei Klassenstärken sei seit mehreren Jahrhunderten unverändert, hatte Arnd Baumann im Februar festgestellt. Die Obergrenze liegt demnach bei etwa 30 Heranwachsenden pro Klassenraum. Daraus ergebe sich eine konstante mittlere Fläche von 60 bis 65 Quadratmetern je Klasse. „Veränderungen sind während der Abschreibungszeit der Neuplanung unwahrscheinlich“, lautete die Prognose des Leiters der Abteilung Hochbau. Dennoch hatte er den Mitgliedern des Bauausschusses seinerzeit bereits Raumgrößenvarianten vorgestellt.

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