Rietberg
Standards für Schulraumgrößen gesucht

Rietberg (ssn) -  Bereits seit einigen Jahren feilt die Emskommune an der Raumbedarfsplanung für die Grundschulen im Stadtgebiet. Nun soll es konkret werden. 

Donnerstag, 03.09.2020, 19:21 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 20:01 Uhr

Wie Dominik Bartels, Leiter der Abteilung Schule, Kultur und Sport im Sozialausschuss informierte, sollen dem Gremium in der Sitzung am 24. November die Ergebnisse aus den Workshops vorgestellt werden, die aktuell an den Grundschulen laufen. Übergeordnetes Ziel der Bemühungen ist es, einheitliche Raumstandards für alle Standorte festzulegen.

Startschuss für Arbeitstreffen Ende Mai gefallen

Der Startschuss für die Arbeitstreffen fiel Ende Mai an den Grundschulen Neuenkirchen und Rietberg. Eine weitere Zusammenkunft unter Beteiligung des Schulentwicklungsbüros, der Träger der Betreuungsangebote, der Schulleitungen und der Stadtverwaltung fand Mitte August in Mastholte statt. Bokel und Westerwiehe reihten sich am gestrigen Donnerstag ein. In Varensell soll am Mittwoch nächster Woche beraten werden. Basierend auf dem ersten Workshop im Mai war im August in Rietberg der erste vertiefende Termin zur gemeinsamen Weiterentwicklung des Raumprogramms über die Bühne gegangen. Die übrigen Grundschulstandorte würden in dieser Hinsicht folgen, sagte Bartels. 

Die Vorüberlegungen zu den Raumtypen und -größen, abgeleitet aus den bisherigen Arbeitstreffen, sehen wie folgt aus: Unterrichtszimmer sollten künftig mindestens 60 Quadratmeter aufweisen. Gleiches gilt für Mehrzweckräume, „wobei pro Grundschule für die Klassen eins bis vier jeweils ein solcher Raum zur Verfügung stehen soll“, erläuterte der Abteilungsleiter Schule, Kultur und Sport. 15 Quadratmeter und mehr werden nach jetzigem Stand für Gruppen- und Inklusionsräume veranschlagt. Auch dort greift die Maßgabe: je Zug ein Raum. Büros setzen die Beteiligten mit einer Quadratmeterzahl ab 18 fest, Besprechungs- beziehungsweise Beratungszimmer mit 20 bis 30. „Die Größe der Lehrerarbeitsplätze würden wir abhängig von der des Kollegiums sehen, gehen aber erst einmal von ebenfalls 20 bis 30 Quadratmetern aus“, erklärte Bartels. Für den Ganztag werden künftig je Zug mindestens 120 Quadratmeter anberaumt. 

Konzept ermöglicht Abgleich

Noch nicht näher bestimmt sind die Größenangaben für Aula respektive Mensa sowie für das Lehrerzimmer. Das fertige Konzept soll künftig auch dazu dienen, den tatsächlichen Raumbedarf der jeweiligen Grundschule mit ihrer aktuell zur Verfügung stehenden Bestandsfläche abzugleichen. So werde sichtbar, welche Umstrukturierungsmaßnahmen gegebenenfalls notwendig sind, stellte Bartels heraus und ergänzte: „Dann erst können auch Kostenschätzungen erfolgen.“ Im weiteren Verlauf seien zudem die Prioritäten zur Umsetzung der Planungen abzustimmen und festzulegen.

Diana Kochtokrax beklagt mangelnden Platz für OGGS

Diana Kochtokrax, Sachkundige Bürgerin (CDU), mahnte an, dass die Räumlichkeiten für die Kinderbetreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsgrundschule grundsätzlich deutlich zu klein seien und bat um schnelle Abhilfe – auch wenn dies nur in Form einer Zwischenlösung geschehe. Darüber hinaus erinnerte sie daran, dass bereits 2018 Workshops mit dem Ziel, ein Raumkonzept zu erstellen, durchgeführt wurden. „Warum geht es jetzt wieder bei Null los?“, wollte sie vor diesem Hintergrund von Dominik Bartels wissen. Der Einwand sei korrekt, musste der Abteilungsleiter Schule, Kultur und Sport einräumen. 

Kein Beschluss gefasst

Schon damals habe man den Ist-Zustand an den einzelnen Grundschulstandorten aufgenommen: „Das hat sich jetzt hingezogen.“ Rückendeckung in der Argumentation erhielt er von der Ausschussvorsitzenden Dr. Ute Buchheim (FWG). „Seinerzeit konnten wir noch nicht absehen, dass wir einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung für Grundschüler bekommen würden, was natürlich auch Auswirkungen auf den Raumbedarf haben wird“, stellte sie heraus. Zudem hätten sich weitere Rahmenbedingungen geändert. Der Tagesordnungspunkt wurde lediglich zur Kenntnis genommen, ein Beschluss seitens der Politik war nicht notwendig.

Glasfaser an weiterführenden Schulen

Eine gute Nachricht hielt Bürgermeister Andreas Sunder in Sachen digitaler Infrastruktur für die Mitglieder des Sozialausschusses bereit. So können die weiterführenden Schulen ab sofort vom Hochgeschwindigkeitsnetz profitieren. „Insgesamt werden sie über fünf Glasfaseranschlüsse versorgt mit einer Übertragungsrate von 500 MBit/s, sowohl im Down- als auch im Upload-Bereich“, sagte er. Ebenfalls mit der schnellen Internetleitung versorgt wurden bis dato die Grundschulen in Varensell und Mastholte. Die weiteren Standorte sollen zeitnah folgen. Für sie sei der Antrag auf Erhöhung der Leistung bereits gestellt, informierte Dominik Bartels das Gremium.

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