Rietberg
WG zieht in einstigen Hengststall ein

Rietberg (gdd) - Wer den Süden der Kernstadt Rietberg überfliegt, sieht unter sich eine geometrisch ins Auge fallende Form - eine Fünf-Schanzen-Zitadelle. Es ist die noch immer gut erhaltene Anlage des ehemaligen Schlosses Eden. Dort verändert sich derzeit einiges.

Dienstag, 01.09.2020, 17:56 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 18:16 Uhr

Wer sich auf dem Gut Rietberg im nächsten Frühjahr zu Fuß einfindet, wird das einstige Gestüt in einem veränderten Ambiente wahrnehmen: Im Februar soll dort die 18. Pflege-Wohngemeinschaft der Diakonie Gütersloh etabliert werden. 

Alter Anblick gewünscht

„Wir wollen erreichen, dass das künftige äußere Erscheinungsbild des Guts den alten Anblick widerspiegelt“, erklärt dazu Investor Carl-Philipp Tenge-Rietberg beim Vor-Ort-Termin mit dieser Zeitung. So solle der ehemalige Schlossplatz, der von den gelb gestrichenen Gutsgebäuden umrahmt wird, in ursprünglicher Form und autofrei erhalten bleiben. Auf Wällen soll für Bewohner und Gäste ein Aussichtspunkt mit Blick auf die Fischteichanlagen eingerichtet werden. 30 Besucherparkplätze sind unter den beiden Torhäusern im Eingangsbereich vorgesehen, weitere 20 für Bewohner und Personal hinter dem früheren Stutenplatz. 

Geplant sind auf rund 790 Quadratmetern in dem früher als Hengststall genutzten Gebäude 18 erdgeschossige Appartements. Die Zimmer mit Bad sind zwischen 20 und 25 Quadratmeter groß. Zwei Gemeinschaftsräume und Wohnküchen stehen zur Verfügung, hinzu kommen Hauswirtschafts-, Vorrats-, Abstell- sowie Wäscheräume. Von allen genutzt werden kann auch das Pflegebad mit Hubbadewanne. Die Beheizung der Gebäude erfolgt durch eine zentrale Holzhackschnitzel-Anlage. Tenge-Rietberg: „Wir achten damit auf Nachhaltigkeit.“ Auf der Nordseite des einstigen Pferdestalls entstehen eine Terrasse und ein geschützter Garten. 

Nicht isoliert leben

Die 18 Bewohner der WG, betreut von 20 Fachkräften, sollen nicht isoliert leben: Vielmehr können sie sich weiterhin am Vereinsleben ihrer Heimatstadt beteiligen. Kontakte und Besuche sollen die Teilhabe sichern. Sieben altengerechte, barrierefreie Wohnungen sind obergeschossig vorgesehen. Sie sind zwischen 54 und 92 Quadratmeter groß und über Aufzug sowie Treppenhaus erreichbar. Alle Einheiten verfügen über eine Loggia oder einen Balkon.

Das i-Tüpfelchen

„Die Nutzung durch die Diakonie ab 2021 ist für mich das i-Tüpfelchen der baulichen Veränderungen. Wir sind schließlich eine christlich geprägte evangelische Familie – von daher passt es perfekt“, stellt Carl-Philipp Tenge-Rietberg heraus. Der Investor lässt im Übrigen aktuell in dem ehemaligen Stutenstallgebäude auch Wohnungen für private Mieter errichten.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7562305?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730031%2F
Betrug mit Wohnmobilen: erst gemietet – dann verkauft
Symbolbild.
Nachrichten-Ticker