Rietberg
Schulen: 51-Millionen-Projekt startet

Rietberg (gl) - Mit dem Unterrichtsbeginn am Mittwoch verändert sich zugleich das Gesicht des Schulzentrums Rietberg: Mit einem mächtigen Bauzaun ist jenes Areal abgegrenzt worden, in dem in den nächsten Jahren der Neubau für das Gymnasium entstehen soll.

Mittwoch, 12.08.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 07:31 Uhr

Damit startet nun eine der größten Maßnahmen in der Geschichte der Emskommune mit einem Volumen von insgesamt rund 51 Millionen Euro. Wie bekannt, ist das Schulzentrum am Torfweg, in dem sich Gesamtschule und Gymnasium mit derzeit mehr als 2000 Jugendlichen befinden, sanierungsbedürftig. Anstatt hier jedoch im laufenden Betrieb Schritt für Schritt vorzugehen, hat sich die Politik für einen Neubau in mehreren Abschnitten entschieden.

Maßnahme beginnt mit dem Neubau des Gymnasiums

Zunächst soll in diesem Jahr, angrenzend an ZOB und Parkflächen, mit dem künftigen dreigeschossigen Gymnasium begonnen werden. Allein diese Maßnahme kostet laut Pressemitteilung der Stadt knapp 30 Millionen Euro und wird voraussichtlich vier Jahre dauern. Aktuell werden das Baufeld geräumt und das Hausmeistergebäude nahe dem Verwaltungs- und Erprobungsstufenzentrum (VEZ) abgerissen. Im Herbst sollen Bäume entfernt werden und die Erdarbeiten beginnen. Die Gründungspfähle für das Fundament werden im Frühjahr gesetzt.

Im Anschluss – nach jetzigem Stand ab 2025 – kommt die Gesamtschule an die Reihe. Ob Sanierung oder ebenfalls ein Neubau: Darüber muss noch politisch beraten und entschieden werden. Daher sieht der Ablaufplan zumindest grob eine Fertigstellung im Jahr 2029 vor. Erst dann soll der Altbau des Gymnasiums abgerissen werden, um auf dem Schulgelände mehr Raum zu schaffen.

„Das ist eine riesige Investition in einen ganz besonders wichtigen Bereich unserer Zukunft, nämlich die Bildung unserer Kinder. Diese Jahrzehnt-Aufgabe ist seit der kommunalen Neugliederung vor 50 Jahren die wohl größte der Stadtentwicklung, die uns immerhin rund 51 Millionen Euro wert ist“, sagt Andreas Sunder. Der Bürgermeister freut sich, dass die Politik geschlossen dahintersteht, das Schulzentrum Rietberg in den kommenden Jahren fit zu machen für die Zukunft. Dabei sei allen Beteiligten klar, dass in dem betreffenden Zeitraum rund um das Schulzentrum mit einigen Einschränkungen zu rechnen ist, heißt es in der Mitteilung.

Unterrichtsbetrieb soll parallel weiterlaufen

Denn der Unterrichtsbetrieb soll parallel weiterlaufen. Schon jetzt, zum Schulbeginn nach den Ferien, können die Jugendlichen, die mit dem Bus oder zu Fuß beziehungsweise mit dem Rad vom Torfweg kommen, nur das Tor vor der Cultura als Zugang zum Gelände nutzen. Auf dem Weg dorthin wird ein zusätzlicher Zebrastreifen aufgetragen, um den Heranwachsenden auch in der Bauphase einen sicheren Weg zum Unterricht zu ermöglichen. Eine andere Möglichkeit, das Gymnasium zu erreichen, ist der Zugang vom Torfweg aus zum VEZ. „Alle weiteren Zugänge, etwa von dem Weg ‚An der Bleiche‘ oder vom Teichweg aus, bleiben natürlich weiter geöffnet“, teilt die Stadt mit.

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