Rietberg
Rieti und Rita grüßen überlebensgroß

Rietberg (gl) - Einen besonderen Empfang erleben Besucher des Gartenschauparks Rietberg ab sofort am Eingang Mitte: Maskottchen Rieti und seine Frau Rita begrüßen dort die Gäste. Die überlebensgroßen Figuren hat die heimische Künstlerin Karin Wolf geschaffen.

Samstag, 04.07.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 04.07.2020, 15:16 Uhr

Seit Februar 2019 haben Wolf, ihr Rietberger Künstlerkollege Angelo Monitillo sowie Kinder aus Wolfs Kunstwerkstatt daran gearbeitet, die 2,80 Meter großen Skulpturen zu modellieren. Angelo Monitillo hatte zunächst aus Metall das Innenleben von Rieti und Rita erstellt, sprich: ein Gerüst für die niedlichen Marienkäfer gebaut. Anschließend waren Karin Wolf und die rund 15 Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis etwa 16 Jahren an der Reihe. „Wir haben ein knetbares Material benutzt, eine Masse, die zu Stein wird und komplett wetterfest ist. Schließlich wollten wir Rieti und Rita zum Anfassen bauen“, schildert die Künstlerin. Die Masse wurde auf das Metallgestell aufgetragen, geformt und dann bemalt.

Vor Kurzem nun hat das muntere Paar seinen endgültigen Platz am Eingang des Gartenschauparks Mitte eingenommen. Dazu bedurfte es allerdings eines Krans, eines Lastwagens und jeder Menge Fingerspitzengefühl. Das Bauunternehmen Bohmeier aus Mastholte übernahm den Transport von der Kunstwerkstatt an der Rügenstraße bis zum Park. Karin Wolfs Lebensgefährte Markus Sell, Mitarbeiter der Firma Bohmeier, hievte die beiden etwa 800 Kilogramm schweren Figuren mit Hilfe des Krans auf den Lkw, sicherte Rieti und Rita entsprechend und kutschierte die Käfer im Schritttempo sowie äußerst vorsichtig zu ihrem neuen Domizil. Dort wurden sie ebenfalls per Kran vom Transporter gehoben und schließlich per Hubwagen direkt am Eingang platziert.

Zum zehnjährigen Bestehen des Gartenschauparks vor gut zwei Jahren hatte Wolf zusammen mit ihren Kunst-Steppkes die Rieti-Familie, bestehend aus Rieti und seiner Frau Rita sowie den Kindern Boka, Druffi, Mastina, Neuka, Varel und Westi, erschaffen, allerdings nur auf dem Papier. „Die Figuren zum Anfassen fehlten noch“, berichtet die Künstlerin. Also wandte sie sich an Gartenschaupark-Geschäftsführer Peter Milsch, der direkt zusagte, dass seine GmbH die Materialkosten tragen würde. So nahm das Projekt Form an. Ob es nun beendet ist? Unklar. Vielleicht entstehen die sechs Rieti-Kinder demnächst auch noch als Skulpturen. Ausgeschlossen ist dies laut Karin Wolf jedenfalls nicht.

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