Rietberg
Vorentwurf stößt bei SPD auf Kritik

Rietberg (gl) - Die Pläne von Benjamin und Augin Sari für die Rathausstraße 1 (diese Zeitung berichtete) rufen bei der SPD weiterhin Kritik hervor. Unter anderem die vorgestellte Dimension des neuen Baukörpers bereitet dem Fraktionsvorsitzenden Gerd Muhle Kopfzerbrechen.

Mittwoch, 01.07.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 17:16 Uhr

Ein Dorn im Auge ist Muhle hier die Aussage des für die Vorentwürfe verantwortlichen Designers Gerd Sporkmann, der angedachte Neubau werde die alteingesessenen Emsstädter begeistern. „Ich spreche mit vielen Rietbergern und habe noch niemanden gehört, der sich auch nur ansatzweise so einen Klotz im Eingangsbereich unserer historischen Altstadt vorstellen kann“, wettert der Fraktionschef.

Fraktionschef erinnert an Gestaltungssatzung

Muhle erinnert zudem daran, dass die Stadtverwaltung dem Investor bereits zu verstehen gegeben habe, dass die bisher vorgelegten Entwürfe nicht genehmigungsfähig seien. Es gehöre schon Dreistigkeit dazu, den in der Zeitung vorgestellten Entwurf jetzt, nachdem der Rat die neue Gestaltungssatzung einstimmig verabschiedet hat, zu veröffentlichen. „Wenn der Neubau der Rathausstraße 1 so genehmigt wird, werden wir beantragen, dass die Gestaltungssatzung sofort eingestampft wird“, kündigt Muhle an.

Die Verwaltung habe versichert, dass die Entwürfe zunächst der Oberen Denkmalbehörde zur Prüfung vorgelegt werden. Von dem mobilen Gestaltungsbeirat des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) erwarte die SPD nun eine fachgerechte Beurteilung des Sari-Vorhabens – „und wir können für diesen Fall die Rietberger, die sich um die Baugestaltung an der Rathausstraße sorgen, beruhigen. Denn die Fachleute werden die denkmalpflegerischen und städtebaulichen Belange unserer einmaligen historischen Altstadt schon im Sinn haben. Und ich sage voraus, dass dieser Vorentwurf nicht realisiert wird.“

Die SPD hatte bekanntlich versucht, das alte Haus Hamschmidt vorläufig unter Denkmalschutz zu stellen, war jedoch mit ihrem Antrag gescheitert. „Er war nach unserer Ansicht notwendig, weil der Eigentümer nicht bereit war, sich an die Vorgaben der Gestaltungssatzung zu halten“, erklärt Gerd Muhle. Er hofft, dass sich auch die anderen Fraktionen zu dem Bauprojekt positionieren werden.

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