Rietberg
„Damals war ich ein richtiger Exot“

Rietberg-Bokel (ams) - Der organisierte Vereinssport liegt weitgehend auf Eis. Fitnessstudios gehen erst so langsam wieder in den Normalbetrieb. Da zieht es viele Menschen an die frische Luft zum Sport im Freien. Matthias Kositzkes Passion erlebt einen der größten Booms seit den 1990er-Jahren.

Montag, 01.06.2020, 18:15 Uhr

Der Bokeler ist begeisterter Inline-Skater. „Skaten ist rückenschonend und geht nicht so auf die Knochen wie andere Sportarten“, wirbt er für sein Hobby. Vor allem die Beinmuskulatur profitiere von den gleitenden Bewegungen. Kositzke ist Miglied im LC Solbad Ravensberg. Der Leichtathletik-Verein aus Borgholzhausen unterhält eine eigene Speedskating-Abteilung und hat bereits einige Erfolge verbucht. Auch der 45-jährige Bokeler hat bereits einige Bestmarken aufgestellt. Den Berlin-Marathon absolvierte er beispielsweise in 1:09:59 Stunden. Zuletzt holte er bei den deutschen Meisterschaften in der Altersklasse Ü 40 den dritten Platz.

Von Anfang an erfolgreich

Einer seiner größten Erfolge liegt allerdings schon einige Zeit zurück: 1997 wurde Matthias Kositzke deutscher Vizemeister im X-Cross. „Das ist so ähnlich wie Bordercross beim Skifahren“, vergleicht er. „Dabei fährt man kurze Sprintrennen im direkten Duell.“ Kurzum: Matthias Kositzke weiß, wovon er spricht.

Vor vielen Jahren war das allerdings anders. 1991 begann Kositzke mit dem Skaten. „Damals war ich noch ein richtiger Exot“, erinnert sich der Bokeler. Die ersten Skates hätten auch nicht sonderlich gehalten, weil sie für die hohen Belastungen in Halfpipes nicht geeignet gewesen seien. Über diesen Weg landete er beim Speed- und Langstreckenskaten.

Kondition kommt ziemlich schnell

Diese Variante eigne sich auch ideal für Hobbysportler. „Kondition“, meint Kositzke, käme nämlich „ziemlich schnell“. Die Bewegungen seien nicht besonders schwer zu erlernen. „Man muss aus der Gleitphase hinaus den Schwung mitnehmen und möglichst über die hintere Rolle abrollen“, empfiehlt der Experte. Ein passender Kursus könne Starthilfe geben. „Anfänger sollten außerdem das Bremsen sicher beherrschen“, erklärt der Profi. Am einfachsten geht das mit einem Gummistopper an einem der Inline-Skates. Kositzke: „Wichtig ist es auch, mit offenen Augen und vorausschauend zu fahren.“

Vorausschauend fahren

Vorausschauend sollten Skater auch bei der Wahl ihrer Strecke sein. Asphalt bezeichnet der Speedskater als „schwarzes Eis“. „Alle Strecken, die man gut mit dem Fahrrad bewältigen kann und nicht durch den Wald führen, eignen sich in der Regel auch für Inliner.“

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