Rietberg
Alle Schützenfeste in Rietberg abgesagt

Rietberg (gl) -  Jetzt ist es amtlich: Sämtliche Schützenfeste im Rietberger Stadtgebiet fallen in diesem Jahr aus. Keiner der sieben Schützenvereine wird damit in dieser Saison ein neues Regentenpaar küren können.

Sonntag, 03.05.2020, 14:12 Uhr aktualisiert: 03.05.2020, 14:31 Uhr

Wenige Wochen vor dem Start der Saison mit dem Fest an Pfingsten in Druffel gab es die offizielle Absage aller Großveranstaltungen bis zum 31. August in Form der ab dem heutigen Montag gültigen Corona-Verordnung.

Auch im August  wird nicht gefeiert

Damit fällt auch das eigentlich letzte Schützenfest vom 22. bis 24. August in Varensell dem Coronavirus zum Opfer. Die Königspaare im Stadtgebiet nehmen es zum Teil mit Humor. „Dann verlängern wir halt um ein Jahr“, sagen etwa André und Kirsten Nordmann, Majestäten der Rietberger Gilde mit einem Augenzwinkern. Doch es grenzt ein wenig an Galgenhumor – das sagen auch die Verantwortlichen der Vereine. „Wir sind schon sehr traurig, dass die Befürchtungen nun Realität sind“, unterstreicht Gilde-Chef Stefan Kay.

„Das gilt gleichermaßen auch für die Festwirte, Musik-Kapellen und Schausteller“, fügt Neuenkirchens Brudermeister Ralf Bergmeier hinzu. „Doch aus gesundheitlichen Gründen ist es die absolut richtige Entscheidung“, lautet der Tenor in allen Vereinen. In den vergangenen Wochen standen die Vorsitzenden der sieben Rietberger Vereine im engen Kontakt, was mögliche Absagen anging. „Wir haben uns schon sehr früh mit dem Gedanken beschäftigt, dass wir dieses Jahr wohl nicht feiern können“, sagt Klaus Schnieder, Brudermeister der St.-Johannes-Schützen in Druffel.

Vorfreude aufs nächste Jahr

Schließlich wären der Termin der Grünröcke in Rietbergs kleinstem Stadtteil schon an Pfingsten Ende Mai gewesen. „Wir hätten es aber verstanden, wenn die anderen Vereine, die später im Jahr an der Reihe sind, hätten feiern dürfen“, fügt er hinzu. Doch dazu soll es nun nicht kommen. Stattdessen bleiben die Jacken der Schützen ein Jahr lang im Schrank. „Dafür freuen wir uns umso mehr, wenn es nächstes Jahr wieder losgehen kann“, sagt Bokels Brudermeister Hubert Röhr.

Vereine haben nun Planungssicherheit

Auch hätten die Vereine nun Planungssicherheit: „So richtig planen konnten wir nicht. Es waren immer nur ‚Was wäre wenn’-Szenarien“, erläutert Mastholtes Brudermeister Martin Beckmann. „Da nun alle Feste ausfallen und es in keinem Ort ein neues Königspaar gibt, haben wir beispielsweise auch keine Probleme, was künftige Stadtkönig-Schießen angeht“, ergänzt Westerwiehes Schützen-Chef Detlef Hanemann. „Die einheitliche Entscheidung ist auf jeden Fall für alle Vereine eine gute Sache“, unterstreicht Manfred Habig, Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Rietberg und Brudermeister in Varensell.

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