Rietberg
Bundesfest 2024 kommt nach Rietberg

Rietberg (sud) - Die Emsstadt Rietberg hat den Zuschlag für die Ausrichtung des Bundesfests im Jahr 2024 erhalten. Zu dem Großereignis werden 40.000 Schützen und Zuschauer aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Das Fest ist die größte Schützenveranstaltung in Deutschland.

Montag, 09.03.2020, 07:20 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 11:18 Uhr

Die Entscheidung über den Veranstaltungsort wurde am Sonntagnachmittag auf der jährlichen Vertreterversammlung des Bunds historischer deutscher Schützenbruderschaften in Leverkusen bekanntgegeben. Unter den mehr als 600 Teilnehmern waren auch zahlreiche Schützen aus dem Stadtgebiet Rietberg und dem Bezirksverband Wiedenbrück sowie Bürgermeister Andreas Sunder.

Die Freude der Abgesandten der sieben Rietberger Schützenvereine über die Zuschlagserteilung kannte am Sonntag keine Grenzen. Bezirks- und Diözesanbundesmeister Mario Kleinemeier aus Westerwiehe brachte es auf den Punkt: „Das ist ein wunderbarer Erfolg. Unsere gemeinsamen Anstrengungen der vergangenen Monaten haben sich ausbezahlt.“ Hand in Hand hatten sich die Vereine beim Bundesverband um die Ausrichtung beworben. Auch Rathauschef Sunder freute sich: „Eine bessere Werbung für unsere Stadt wie diese deutschlandweit in Schützenkreisen beachtete Großveranstaltung kann man sich kaum vorstellen.“

Für die Ausrichtung des Bundesfests wagen die sieben Schützenvereine der Emsstadt einmal mehr den Schulterschluss. Gemeinsam treten sie als Veranstalter des grünen Großereignisses auf. Dieses Erfolgsrezept hat sich bereits vor zehn Jahren bewährt, als in Rietberg der Bundesköniginnentag stattfand. Dem Organisationsteam für das Bundesfest gehören neben Mario Kleinemeier der Vorsitzende der Rietberger St.-Hubertus-Gilde, Stefan Kay, und der stellvertretende Mastholter Brudermeister Christoph Ahrens an. Bei dem dreiköpfigen Gremium laufen alle Fäden zusammen. Jeder der Rietberger Schützenvereine soll jedoch eng in Planung und Durchführung der Großveranstaltung eingebunden werden.

Termin für das Bundesfest in Rietberg ist voraussichtlich das zweite oder dritte Septemberwochenende 2024. Das genaue Datum soll demnächst festgelegt werden. Als Hauptveranstaltungsort ist nach Auskunft Kleinemeiers der Parkteil Nord des ehemaligen Rietberger Landesgartenschaugeländes vorgesehen. Dort ist genügend Platz, um das etwa 3600 Quadratmeter große Festzelt aufzustellen. Zum Vergleich: Gewöhnliche Schützenfestzelte sind oft zwei Drittel kleiner. Auch die nahe Volksbank-Arena könnte für einige Programmpunkte genutzt werden.

Ein prachtvoller Festumzug mit mehreren 1000 Teilnehmern soll zum Bundesfest 2024 durch die historische Rietberger Innenstadt ziehen. Ein Freiluftgottesdienst könnte nach jetzigem Planungsstand auf dem zwischen Altstadt und Gartenschaupark gelegenen Festplatz der Gildeschützen stattfinden. Höhepunkt der mehrtägigen Veranstaltung ist die Ermittlung des Bundeskönigs.

Der Schießwettbewerb soll nach Worten Mario Kleinemeiers auf dem Kleinkaliberstand der Schützenbruderschaft Clarholz-Heerde über die Bühne gehen. Der Verein, der ebenso wie die Rietberger Schützengemeinschaften zum Bezirksverband Wiedenbrück gehört, feiert 2024 sein 100-jähriges Bestehen. Der Bezirksverband selbst feiert zeitgleich seinen 75. Geburtstag.

Das Bundesfest ist die besucherstärkste Veranstaltung des Bunds der historischen deutschen Schützenbruderschaften. Es findet jährlich statt. Vor Rietberg im Jahr 2024 sind Löningen-Elbergen im Oldenburger Münsterland (18. bis 20. September 2020), Mönchengladbach (2021) und der Delbrücker Stadtteil Ostenland (2022) Ausrichter. Für das Bundesfest 2023 werden noch Bewerbungen entgegengenommen. Bislang ist noch keine Entscheidung gefallen.

Rietberg ist nicht nur die drittgrößte Stadt des Kreises Gütersloh, sondern mit sieben Schützenvereinen auch eine ausgewiesene Hochburg der Grünröcke. Im Jahr 2010 war die Kommune Ausrichterin des Bundesköniginnentags, der regelmäßigen Großveranstaltung des deutschen Schützenwesens. Die sieben Rietberger Vereine sind Teil des Bezirksverbands Wiedenbrück, der wiederum dem Diözesanverband Paderborn angehört. Beide übergeordneten Verbände werden von dem Westerwieher Mario Kleinemeier geleitet. Der übergeordnete Zusammenschluss ist der Bund der historischen deutschen Schützenbruderschaften (BHDS), in dem 1300 Vereine organisiert sind.

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