Rietberg Herrengedeck: Wein, Weib und Gesang

Rietberg (kvs) - Martin Luther wird der Vers „Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang“ zugeschrieben - er hatte offensichtlich keine Ahnung, dass das sehr gut miteinander vereinbar ist: Die zweite Ausgabe des Herrengedecks hat das am Freitag bewiesen.

Man könnte meinen, es läge in der Natur der Sache – oder des Mannes generell –, dass sich das Geschehen bei einer Herrensitzung inhaltlich gesehen im Wesentlichen um Bier und Frauen dreht. Das jedoch würde dem rasanten Geschehen, das die Kolpingkarnevalisten aus Neuenkirchen und Westerwiehe sowie die Grafschaftler aus Rietberg gemeinsam auf die Beine gestellt haben, wirklich nicht gerecht.

Anständig im doppelten Wortsinn

Die Erwartungen der Herren der Schöpfung wurden nicht enttäuscht. Mehrere hundert Männer nutzten die Gunst der Stunde und ließen es anständig krachen. Anständig im doppelten Wortsinn, weil nur unter ihresgleichen waren sie nie: Für das Bühnenprogramm zeichneten schließlich über weite Strecken Frauen und Mädchen verantwortlich. Überdies war es mit Programmende dem weiblichen Geschlecht gestattet, zu den Kerlen im Saal hinzuzustoßen.

„Ich kann das Testosteron bis hier oben riechen“, rief ein bestens aufgelegter Moderator Philipp Isenborth seinem Publikum zu, das erwartungsvoll auf eine Antwort auf die Frage wartete, wo eigentlich Isa steckt. Isa hatte offenbar ihren freien Tag, aber dafür kam Emma, die als Nummerngirl eine ebenso gute Figur machte. Die wenige Zeit zwischen den einzelnen Nummern nutzte sie zum Umziehen, wobei da ohnehin nie viel Textiles erforderlich war.

Isa hat frei, Emma macht die Vertretung

Deutlich anspruchsvollerer Art waren die Showeinlagen der „Roten Funken“ aus Harsewinkel, der „Eyecatcher“ der Kolpingkarnevalisten aus Neuenkirchen, von „Fascinations“ aus Westerwiehe, der Prinzengarde Rietberg sowie der Tanzgruppe des Fürstenberger Carnevalsclubs. Angeheizt wurde die Stimmung zudem vom Fanfarenzug der Grafschaftler Karnevalsgesellschaft (GKGR) sowie von den Musikern der „Loud Neighbours“, bei denen es zu schade wäre, würden sie Ruhe geben.

In die Bütt stiegen an diesem Abend Rebecca Pohlmann als Karla Kolumna, Wolfgang Hesse als Hausmeister, Dirk Bunger als Leiharbeiter sowie „Fapse und Tüt“ aus Westerwiehe. Nicht minder unterhaltsam: die GKGR-„Emshüpfer“ und „Der unglaubliche Heinz“ (Gröning).

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